Hilfe bei der Steuererklärung

Steuererklärung für 2013: Gesetzliche Fristen & Tipps

Steuererklärung: Der 31. Mai ist der letztmögliche Abgabetermin

Steuererklärung: Der 31. Mai ist der letztmögliche Abgabetermin bei gesetzlicher Verpflichtung. (Bild: JiSIGN – Fotolia)

Beim Thema Steuererklärung runzelt ein großer Teil der Bevölkerung die Stirn, denn viele kennen nicht einmal die Antwort auf die grundlegendste Frage: Wer ist eigentlich gesetzlich dazu verpflichtet, eine Steuererklärung anzufertigen? Dabei ist es relativ einfach, sich einen Überblick über die Thematik zu verschaffen und genau festzustellen, ob man eine Steuererklärung erstellen muss und welche Dinge man von der Steuer absetzen kann.

Wer ist gesetzlich verpflichtet?

Diese Frage ist die elementarste überhaupt: Wonach richtet sich die gesetzliche Verpflichtung zum Erstellen einer Steuererklärung? Grundsätzlich sind Selbstständige zu einer Darlegung ihrer finanziellen Verhältnisse aufgefordert, in speziellen Fällen gilt die Verpflichtung jedoch auch für Arbeitnehmer.

Eine Steuererklärung anfertigen müssen:

  • Verheiratete Arbeitnehmer, die beide berufstätig sind und die Steuerklassenkombination III/V gewählt haben.
  • Arbeitnehmer, die Nebeneinkünfte von mehr als 410 € pro Jahr erzielt haben.
  • Arbeitnehmer, die Elterngeld, Krankengeld oder andere Lohnersatzleistungen von mehr als 410 € pro Jahr erzielt haben.
  • Arbeitnehmer, die innerhalb des betreffenden Jahres bei mehreren Arbeitgebern angestellt waren.

Für Bürger, die nicht gesetzlich verpflichtet sind, besteht die Möglichkeit einer freiwilligen Steuererklärung. Diese ist vor allem bei hohen Sonderausgaben oder außergewöhnlichen finanziellen Belastungen lohnenswert.

Von der Steuererklärung profitieren: Was kann man absetzen?

Nicht nur Selbstständige wie Gewerbetreibende dürfen auf Steuerrückerstattungen hoffen, wenn beispielsweise Werbungskosten geltend gemacht werden, sondern auch der „gewöhnliche“ Arbeitnehmer. Viele Kosten, die im Laufe eines Jahres anfallen und von denen man es gar nicht erwartet, können von der Steuer abgesetzt werden:

  • Werbungskosten: Kosten, die im Zusammenhang mit den Einkünften stehen. Wenn der Arbeitnehmer-Pauschalbetrag von 1000 € überschritten wird, können Kosten für den Arbeitsweg, berufliche Fortbildung, Arbeitsmittel und sogar Kosten für das heimische Arbeitszimmer angeführt werden.
  • Außergewöhnliche Belastungen: z. B. Kosten für Scheidung, Krankheit oder Bestattung
  • Besondere außergewöhnliche Belastungen: z. B. Pauschbeträge bei Behinderung und Pflegebedürftigkeit
  • Sonderausgaben: u. a. Spenden & Mitgliedsbeiträge, Vorsorgeaufwendungen, Unterhaltsleistungen

Die meisten der angeführten Aufwendungen, die steuerlich abgesetzt werden können, müssen stichhaltig belegt werden. Dies kann zum Beispiel durch Rechnungen oder Quittungen geschehen. Um bei der eigenständigen Anfertigung der freiwilligen Steuererklärung nicht den Überblick zu verlieren, ist eine geordnete Sammlung aller steuerlich relevanten Belege schon während des Jahres sehr ratsam. Dabei dürfen ausschließlich Ausgaben vom Antragssteller selbst oder des Ehepartners angegeben werden – das Einreichen von Rechnungen oder Quittungen Dritter, egal ob ausgetauscht oder sogar gekauft, kann eine Anzeige wegen Steuerhinterziehung nach sich ziehen.

Fristen zur Abgabe der Steuererklärung für 2013

Die gesetzlichen Fristen für die Abgabe der Steuererklärung hängen davon ab, ob eine Erklärung verpflichtend oder auf freiwilliger Basis angefertigt wird. Ausgehend davon gelten für 2014 folgende Fristen:

Fristen 2014
Gesetzlich Verpflichtete bei Selbst-Anfertigung 31.05.2014
Gesetzlich Verpflichtete mit Hilfe von Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein 31.12.2014
Freiwillige Abgabe von Arbeitnehmern für 2013 31.12.2017

Wer sich sicher ist, die angegebene Frist nicht mehr einhalten zu können, sollte die Steuererklärung unvollständig abgeben. Diese muss in jedem Fall den Mantelbogen (Personendaten und Unterschrift) sowie die Anlage N (Bruttoarbeitslohn und einbehaltene Lohnsteuer) enthalten. Die fehlenden Unterlagen können dann in der Folgezeit nachgereicht werden.

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