Expansion

Streaming-Dienst Netflix kommt nach Deutschland

US-Riese kommt nach Deutschland

Mit der Expansion geht für viele Streaming-Fans ein lang gehegter Traum in Erfüllung. Netflix ist mit weltweit 48 Millionen Kunden Marktführer unter den Videoplattformen. Bisher waren die Dienste des Video-on-Demand-Anbieters in Deutschland nicht abrufbar.

Mit Netflix steht Streaming-Fans bald eine neue Videoplattform zur Verfügung (Bild: HaywireMedia / Fotolia)

  • Begonnen hat das Unternehmen 1997 als DVD-Verleihversand.
  • 2007 etablierte sich Netflix als Plattform für Videos on Demand.
  • Der Anbieter zeichnet sich durch eine große Auswahl internationaler TV- und Serienhighlights in englischer Sprache aus.
  • Netflix bietet Videos mit einer Länge von insgesamt einer Milliarde Stunden an.
  • Die Videos werden in 4k-Auflösung angeboten.
  • Genau wie andere Anbieter produziert auch Netflix eigene Serien – darunter den Publikumsliebling „House of Cards“ mit Kevin Spacey und Robin Wright.

Ohne lästige Werbeangebote und Programmvorgaben können Nutzer zu einem monatlichen Abo-Preis nach Herzenslust Videos abrufen, wann immer und wo sie wollen. Interessenten haben die Möglichkeit, sich schon jetzt per E-Mail bei Netflix zu registrieren. Sie werden dann benachrichtigt, sobald das Angebot in Deutschland verfügbar ist. Über die Gebühren wollte man noch nichts sagen: Sie seien aber „niedrig“, hieß es.

Netflix zeigt verstärkt Präsenz in Europa

Bislang ist Netflix in Großbritannien, Irland, Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark und den Niederlanden vertreten. Mit der Expansion weitet die Plattform ihr Angebot auf Deutschland, die Schweiz, Österreich, Belgien, Frankreich und Luxemburg aus.

Netflix ist einer der größten Konkurrenten am Markt. (Bild: Netflix – gemeinfrei/Wikipedia)

Konkurrenzkampf um Plattformnutzer

Bisher können Filme und Serien in Deutschland über etablierte Dienste wie maxdome, Watchever, Sky Snap und Amazon geräteübergreifend abgerufen werden. Diese Anbieter bekommen mit dem US-Riesen nun einen starken Wettbewerber. Um ihre Stellung fürchten maxdome, Amazon und Co. jedoch nicht. Da es aufgrund der Vergabe von Filmrechten nicht zu erwarten ist, dass es einen einzigen Anbieter gibt, der alle Filme und Serien zeigt, setzen sie beim Kauf auf nutzerorientierte Auswahlkriterien. In Netflix sehen die Anbieter aber ihren Hauptkonkurrenten. Amazon hatte bereits zu Beginn des Jahres mit einer Preisoffensive begonnen und sein Video-Angebot mit dem Prime-Versand kombiniert. Weitere Konkurrenten der Videoplattformen sind Pay-TV und Free-TV.

Unbegrenztes Filmvergnügen: Video on Demand

Preise deutscher Anbieter

  • Watchever: 8,99 Euro pro Monat.
  • maxdome: 7,99 Euro pro Monat oder 99 Cent pro Film.
  • Sky Snap: 4,90 Euro für Sky-Abonnenten, 9,90 für alle anderen
  • Amazon Prime Instant Video: 50 Euro im Jahr, inklusive Prime-Versand

Die Anbieter reagieren mit den Video-Angeboten im Internet auf die veränderten Sehgewohnheiten ihrer Nutzer. Statt Woche für Woche auf die Lieblingsserie zu warten, werden viele Staffeln neuer Serien inzwischen komplett online gestellt und der Nutzer entscheidet, wann er was schauen möchte.

Mit einer neuen Video-Plattform am Markt wird nicht nur den Konkurrenten, sondern auch den Fernsehanbietern ordentlich auf die Füße getreten. On-Demand-Angebote sind schon lange nicht mehr wegzudenken und werden immer beliebter.

Schon gewusst?

  • „Flicks“ ist ein Slang-Ausdruck für Film
  • In den USA hat sich „netflixing“ bereits als Verb etabliert und bedeutet nicht nur, Videos über den Stream zu beziehen, sondern auch, eine gesamte Staffel am Stück zu schauen.

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