Auto ohne Bremsen & Lenkrad

Google präsentiert Prototypen eines selbstfahrenden Autos

Zu Zeiten, als man selbstfahrende Autos nur aus futuristisch angehauchten Serienklassikern wie „Knight Rider“ kannte, hätte wahrscheinlich niemand auch nur erahnen können, dass es in nicht allzu ferner Zukunft erste Prototypen zu bestaunen geben würde, die genau dieses Konzept in die Realität umsetzen. Ein ambitioniertes Unternehmen namens Google gab es damals aber ebenfalls noch nicht.

Auto

Mit dem Toyota Prius begann Googles Entwicklung eines selbstfahrenden Autos. (Bild: jurvetson – Wikipedia unter CC BY-SA 2.0)

Lenkrad? Bremsen? Überflüssig!

Nachdem der Prototyp mehrere tausend Kilometer Teststrecke erfolgreich hinter sich bringen konnte, durften nun erstmals auch Google-unabhängige Personen die Eigenschaften und Fähigkeiten des hochmodernen Zweisitzers begutachten. Was dabei sofort auffällt: Das Vehikel verfügt weder über Lenkrad noch über Brems-, Gas- oder Kupplungspedal. Diese Steuerungselemente sind eigentlich die typischen Kennzeichen eines Automobils – zumindest waren sie dies bisher.

Googles Auto braucht diesen „Schnickschnack“ jedoch nicht. Mit Hilfe einer Vielzahl an hochsensiblen Sensoren scannt das Auto die Umgebung und erkennt so, wo und in welcher Entfernung sich mögliche Hindernisse und Wegpunkte befinden. Es soll sogar dazu in der Lage sein, zwischen Fußgängern und Radfahrern zu unterscheiden, um Verkehrssituationen noch besser einschätzen zu können. Die Maximalgeschwindigkeit wurde auf 40 km/h begrenzt, was den kleinen Flitzer zum Stadteinsatz prädestiniert.

Sicherheit wird groß geschrieben

Man muss anfangs schon etwas Mut aufbringen, um sich komplett in die Hände bzw. den Innenraum eines völlig autonom fahrenden Autos zu begeben. Schließlich sind Verkehrsunfälle in den Top Ten der weltweit häufigsten Todesursachen zu finden. Vielleicht legt Google auch deshalb größtmöglichen Wert auf die Sicherheit des Gefährts.

Neben der vergleichsweise niedrig angesetzten Höchstgeschwindigkeit trägt eine schaumstoffähnliche Front zur Sicherheit von Insassen und potenziellen Unfallbeteiligten bei. Geraten „Fahrer und Beifahrer“ aus irgendeinem Grund in Panik oder sind mit dem Betrieb des Autos in irgendeiner Form nicht einverstanden, kann das Fahrzeug mit dem „e-stop“-Knopf unverzüglich zum Stillstand gebracht werden. Schließlich soll das selbstfahrende Auto von Google den Straßenverkehr deutlich sicherer machen und nicht für ein zusätzliches Verkehrsrisiko sorgen.

Google als Automobilproduzent?

Während man in der Anfangsphase die Zusammenarbeit mit renommierten Automobilproduzenten wie Lexus oder Toyota suchte und neu entwickelte Technologien in konventionellen Autos wie dem Toyota Prius testete, wurde der hier beschriebene Prototyp komplett in Eigenregie konzipiert und gebaut. Allerdings weist das Unternehmen darauf hin, dass es sich bei erfolgreichem Verlauf des Projekts und einer möglichen Serienreife der Fahrzeuge an bekannte Automobilhersteller wenden werde, um die neuen Errungenschaften mit der Öffentlichkeit zu teilen.

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