Urlaub im All

Weltraum-Tourismus: Wenn Träume wahr werden

Abenteuer Weltall

Nach einer aktuellen Befragung des britischen Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov, würden über ein Drittel der Deutschen als Weltraumtourist ins All fliegen. Dieses Ergebnis spiegelt sich auch in den bisherigen Studien wider, dass viele Menschen gern einmal ins Weltall fliegen würden. Was bisher nur den Astronauten gegönnt war, sollen auch bald zahlungswillige Weltraumtouristen erleben dürfen: Mond, Erde oder Mars. Die Geburtsstunde des Weltraumtourismus ist das Frühjahr 2001, als Dennis Tito als erster nicht professioneller Astronaut ins Weltall fliegen durfte.

Weltraumtourismus

Urlaub im Weltraum zum Greifen nah (Bild: merydolla – Fotolia)

Weltraumflüge für 2014 geplant

Mit dem SpaceShip Two sind Touristenflüge ins Weltall zum Greifen nah. Bis zu sechs Passagieren sollen von zwei Piloten an den Rand der Erdatmosphäre geflogen werden, die das Gefühl der Schwerelosigkeit erleben dürfen. Mit dem neu entwickelten Federflug werden die Weltraumtouristen wieder zur Erde geflogen, indem die Flügel nach oben geklappt werden und das Raumfahrtzeug durch den Luftwiderstand gebremst wird. Schließlich landet das Touristenmobil wie ein normales Flugzeug auf einer Landebahn.

Preise

Der einstündige Flug soll ungefähr 200.000 bis 250.000 US-Doller kosten und ist bisher nur für Milliardäre realisierbar. Bisher haben sich schon etwa 600 Touristen für das Weltraumspektakel angemeldet.

Tests

Bereits im Jahr 2004 konnte das SpaceShip One von Virgin Group und Scaled Composites eindrucksvoll beweisen, dass das Experiment des privaten und kommerziellen Raumflugs geglückt ist. Mit dem SpaceShip Two wurde 2010 zum ersten Mal gestestet und soll noch in diesem Jahr Weltraumflüge anbieten.

Flug zum Mond

Mit Dennis Tito wurde die amerikanische Firma Space Adventures weltberühmt, als er als erster Privatpassagier an Bord der ISS im Jahr 2001 eine Woche im All verbrachte. Sechs weitere Multimillionäre folgten ihm. Für das Jahr 2017 plant Space Adventures private Mondumrundungen: Zwei Passagiere fliegen mit einem Kosmonauten an Bord in einer russischen Raumkapsel Richtung Mond. Dabei setzt das Unternehmen in Sachen Technik auf Altbewährtes statt auf unsichere Neuheiten.

  • Astronomische Preise: Die Rundreise zum Mond und zurück soll etwa 150 bis 200 Millionen US-Doller kosten.
  • Vorbereitungszeit: Für das Raumflugtraining in Russland wird eine Dauer von mindestens drei Monaten betragen.

Weltraumhotel im Gespräch

Der größte russische Raumfahrtkonzern RKK Energija plant das erste Hotel im All. Die „Commercial Space Station“ (CSS) wird mit einer Sojus-Rakete ins All geschossen und ist ausschließlich für Touristen gedacht, die keinen Expertenstatus bezüglich Raumfahrt vorweisen können. Die schwebende Raumkapsel soll spätestens 2016 mit vier Doppelzimmern bezogen werden können. In dem 20 Kubikmeter großen Hotel können bis zu sieben Menschen gleichzeitig wohnen. Neben Russland planen auch die Vereinigten Staaten den Bau einer privaten Raumstation.

 

Weitere geplante Projekte für Weltraumtourismus
Name Mission Geplant Dauer Kosten
Dennis Tito Mars-Umrundung 2018 501 Tage 1,52 Milliarden Euro
US-Unternehmen Boeing Weltraumflüge 2015 15,3 bis 19,1 Millionen Euro
US-Unternehmen World View Enterprises/ Zero 2 Infinity Heliumballon 2014 wenige Stunden 110.000 Euro

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