Eine Ära geht zu Ende

König Juan Carlos dankt ab: Thronwechsel in Spanien

Juan Carlos verzichtet auf die Krone

Bereits im Januar habe Juan Carlos seinen Entschluss gefasst, bestätigte die staatliche Nachrichtenagentur EFE. In der heutigen Fernsehansprache verkündet er offiziell seine Abdankung:
Mit dem „Wunsch nach Erneuung der Monarchie“ und einer „besseren Zukunft“ legt Juan Carlos die Krone nieder. Außerdem ist er stolz darauf, was er in seiner Amtszeit erreicht und dass er immer dafür gekämpft habe, dass sich Spanien in Freiheit entwickeln konnte. Für seinen Rücktritt habe er „persönliche Gründe“ so der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy.

Spaniens König dankt ab

Juan Carlos dankt ab (Bild: א/Wikipedia unter CC BY-SA 2.5)

Das neue Spanien

Damit Juan Carlos von seinem Thron abtreten kann, muss die spanische Verfassung geändert werden. Auf ausdrücklichen Wunsch von König Carlos wurde damals in der Verfassung eine männliche Erbfolge vorgesehen. Die Ernennung seines 46-jährigen Sohnes Felipe soll in sehr kurzer Zeit erfolgen, er besitze „die nötige Vorbereitung und Reife, um neuer Staatschef zu sein“, so Juan Carlos. Felipe sei besser geeignet, um die Herausforderungen in Spanien zu bewältigen. „Ich bin mir sicher, dass er dabei immer auf die Unterstützung von Prinzessin Letizia zählen kann“, verkündete der König in der Fernsehansprache am Montag.

Felipe wird als das komplette Gegenteil seines Vaters gesehen, der als impulsiv, lebensbejahend und offen gilt. Sein Sohn hingegen wird als gewissenhaft und zurückhaltend beschrieben. Obwohl der Kronprinz etwas langweilig rüberkommt, ist keiner so beliebt wie er in Spanien. Wann der Kronprinz, der jüngste Sohn von Juan Carlos und Sofia, die Nachfolge antritt, bleibt bisher unklar.

Die Ära des Monarchens

Der heute 76-jährige Monarch kam im Jahr 1975 auf den Thron Spaniens und prägte das Land nach der Schreckensherrschaft Francos. Ihm gelang es aus der Diktatur demokratische Verhältnisse zu schaffen, indem er das Land stabilisierte. Seine gutes Ansehen im Land als Staatsoberhaupt verlor in der letzten Zeit jedoch an Glanz. Die Elefantenjagd 2012 in Botsuana und der angeblichen Liebesaffären rüttelten enorm am Image des Königs.

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