Stilsicher im Job

Büro-Outfit: Der erste Eindruck zählt

Stilsicherer Auftritt im Büro

Natürlich gibt es je nach Branche und Größe des Unternehmens unterschiedliche Richtlinien, was die Kleidung betrifft. So wird ein Banker oder Immobilienmakler anders gestylt zur Arbeit gehen, als der Mitarbeiter einer Marketingfirma oder ein Modeberater.

Stilregeln im Büro

Beachtet man einige Stilregeln, kann im Büro nichts schief gehen. (Bild: AVAVA – Fotolia.com)

Fünf grundlegende Regeln für das perfekte Outfit im Büro:

  • Das Outfit ist umso klassischer, je größer das Unternehmen und je höher die eigene Position ist.
  • Je höher die Position, desto dunkler wird die Kleidung. Dunkelblau, Grau und Schwarz wirken sehr seriös.
  • Lieber over- als underdressed auftreten.
  • Im Zweifelsfall und besonders dann, wenn man das Unternehmen noch nicht gut kennt, gilt: Lieber langweilig als gewagt.
  • Lieber etwas mehr Geld in qualitativ hochwertige Bürokleidung investieren und einige wenige, dafür aber gute Stücke im Schrank haben als einen Stapel billig wirkender Outfits.

Die Wahl des Outfits ist nicht nur unternehmens-, sondern vor allem situationsabhängig. Vor dem Kleiderschrank sollte man sich stets fragen: Wo, mit wem und wann habe ich welchen Termin?

Einige Dinge gehören grundsätzlich zum Büro-Knigge:

  • Oberarme und Oberkörper sollten stets blickdicht bedeckt sein.
  • Tiefe Ausschnitte sind ein No-Go.
  • Unterwäsche sollte nicht zu sehen sein.
  • Zu viel billiger Modeschmuck verfehlt sein Ziel.
  • Schuhe müssen zum Outfit passen und ordentlich geputzt sein.

Stilregeln für Männer

Stilregeln für das Büro

Der Anzug ist ein Büro-Klassiker. (Bild: © Uwe Malitz – Fotolia.com)

Männer haben nur wenig Wahl, was die Kleidung für das Büro betrifft: Anzug, Hemd, Krawatte und fertig, mag man denken – doch auch hier verbergen sich modische Stil-Fallen. So sollte Mann bei der Wahl des Anzugs zu Blau- und Grautönen statt Schwarz und Braun greifen und das Businesshemd in hellen Farben aussuchen. Weiß oder Hellblau sind ideal. Mit einem Langarmhemd kann nichts falsch gemacht werden, Kurzarmhemden wirken dagegen eher spießig. Der Lieblingsfehler des Mannes lauert im Detail: Zu oft werden kurze Socken zum Anzug getragen. Kniestrümpfe sind aber ein Muss. Tabu sind weiße Socken oder braune Strümpfe zu schwarzen Schuhen.

  • Kurze Hosen sind auch an warmen Tagen nur ungern gesehen, stehen sie doch für geminderte Autorität. Wer dennoch nicht darauf verzichten möchte, sollte unbedingt auf hochwertige Stoffe achten und die Finger von Karos und Streifen lassen.

Für den Causal-Look darf es gerne etwas lässiger sein: Hier passen Chinos und Polohemden, die mit einem sportlichen Sakko und Loafern stilsicher kombiniert werden. Besonders leger sind Sneakers und Jeans. Aber Achtung: Ab 40 Jahren sollte man zeigen, dass man selbst samt Kleidungsstil erwachsen geworden ist. Ein gepflegtes Äußeres sowie ein sorgfältig getrimmter Bart werden vorausgesetzt.

Don’ts für den Mann:

  • bunte oder weiße Socken
  • abgetretene Schuhe
  • zu viele Accessoires
  • Anzüge, die nicht richtig sitzen
  • bunt gemusterte Jacketts und grelle Krawatten
  • ungepflegte Haare und Bart

In seinen Schrank gehören:

  • Dunkelblauer Anzug
  • Sportsakkos
  • Smoking
  • Chinos
  • Polohemden
  • Trench-Coat
  • Pullover mit V-Ausschnitt
  • Hellblaue und weiße Oberhemden
  • dezente Krawatten
  • dunkle Kniestrümpfe

Stilregeln für Frauen

Stilregeln für das Büro

Das richtige Outfit verleiht Autorität. (Bild: taka – Fotolia.com)

Der Damenwelt steht eine weit größere Auswahl an Kleidungsstücken zur Verfügung – darin verbirgt sich allerdings die Gefahr, auch mehr Fehler zu machen. Grundsätzlich gilt es, zu enge oder unvorheilhaft sitzende Kleidung sowie eine erotische Ausstrahlung zu vermeiden.

  • Der Klassiker im Büro sind Hosenanzüge und Kostüme in dunklen Farben wie Dunkelblau, Grau oder Anthrazit.

Diese Outfits sind sehr formell, aber gerade in großen Unternehmen gern gesehen. Daneben treten Etuikleider und geschlossene Schuhe mit Kittenheels oder mittelhohem Absatz. Wichtig: Schuhe müssen farblich zum Outfit passen und sollten stets mit Strümpfen getragen werden.

Auch im Sommer nicht zu freizügig

Vor allem bei warmen Temperaturen können Hosenanzug und Co. zu unangenehmen Schwitzanfällen führen. Im Sommer dürfen daher auch Blusen und Accessoires, zum Beispiel Ketten, in kräftigeren Tönen oder Pastellfarben wie Lachs oder Mint getragen werden, die das Business-Outfit gekonnt unterstreichen.

  • Ein dezentes, typgerechtes Make-up sowie gepflegte Hände und Fingernägel runden das perfekte Büro-Outfit ab.

Bei einer etwas legereren Interpretation des Business-Outfits kann neben der Anzughose ein Twin-Set getragen werden, beispielsweise Bleistiftrock mit Bluse. Beige- oder Cremefarben lösen hier die dunklen Töne ab. Lässig aber schick sind hochwertige Jeans und Chinos in Kombination mit Blazer, Pumps oder Slippern. Auch Tellerröcke zur weißen Bluse erfüllen die Büro-Stilregeln.

  • Eine wichtige Faustregel zum Thema Rock: Der Rock des Kostüms sollte nicht kürzer sein, als eine Handbreite über dem Knie.

Don’ts für die Frau:

  • durchsichtige Blusen
  • zu kurze Röcke
  • zu tiefe Ausschnitte
  • aufdringliches Parfum
  • hohe Absätze, auf denen Frau nicht laufen kann
  • Netzstrümpfe
  • sichtbare Achsel- und Beinbehaarung

In ihren Schrank gehören:

  • Hosenanzug
  • Kostüm
  • Etuikleider
  • Bleistiftröcke
  • Blazer
  • Cardigan
  • Blusen, darunter mindestens eine weiße
  • Feinstrumpfhosen
  • farblich dezente Accessoires und Tücher

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