Aberglaube

Freitag, der 13.: Unglückstag oder nicht?

Freitag der 13

Freitag der 13. – Angst und Aberglaube (Bild: PIXMatex – Fotolia.com)

Tief verwurzelte Aberglaube

Sowohl die Zahl 13 als auch der Freitag gelten schon seit Langem als Unglückssymbole im Volksglauben. Daher wird angenommen, dass besonders abergläubische Menschen das Zusammentreffen der beiden Symbole mit großem Unglück verbunden haben. Dieser Aberglaube verbreitete sich so stark, dass selbst heute noch gelaubt wird, dass Freitag der 13. ein Unglückstag sei.

Dreizehn

Zwölf Tag- und Nachtstunden, zwölf Monate, zwölf Sternzeichen, zwölf Apostel oder zwölf Hauptgötter der Römer und Griechen sind nur eine Reihe verschiedener Beispiele, welche die Zahl zwölf für Menschen so harmonisch gestaltet. Die 13 hingegen übersteigt das bekannte Zwölfersystem und bricht die Ordnung auf.

Während dies bei Dornröschen und in der 13. Fee besonders bildhaft dargestellt wird, steht „Der Dreizehnte“ als Synonym für den Teufel. Doch nicht in allen Kulturen ist die 13 ein Symbol des Unglücks:

  • Im Judentum ist die 13 ein Symbol Gottes.
  • 13 ist die Glückzahl in China, Italien und in Teilen Frankreichs.
  • In Mexiko ist die 13 heilig.

Freitag

Der schwarze Freitag wird nicht erst seit diversen Finanzkrisen und Börsen-Crashs zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert so benannt, sondern auch Jesus wurde laut Neuem Testament an einem Freitag gekreuzigt.

Die Angst vor Freitag dem 13.

Bis auf den Börsen-Crash 1927 und der Havarie des Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia im Jahr 2012 sind keine weiteren Unglücksmomente für diesen speziellen Freitag bekannt.

Freitag der 13. in 2015

  • 13.02.2015
  • 13.03.2015
  • 13.11.2015

Auch die deutsche Versicherung Zurich Insurance Group bestätigt, dass Freitag der 13. ein Tag wie jeder andere ist. Seit 2009 untersucht Zurich Insurance Group den Zusammenhang zwischen Schadensfall und Wochentag. Die Schadens-Statistik lässt alle Paraskavedekatriaphobiker aufatmen: Am Freitag dem 13. wurden zehn Prozent weniger Schäden vermerkt als an Freitagen, die nicht auf den 13. fielen. Allerdings ist „Freitag an sich eindeutig der schadensreichste Tag der Woche“, so Bernd Engelien von Zurich.

Erklärung des Aberglaubens

Um sich Naturereignisse wie Hitzedürren, Erdbeben, Fluten oder übernatürliche Kräfte zu erklären, griffen schon die alten Griechen und Römer auf ihre Götter zurück. Mit dem Glauben und der Macht der Götter erklärten sie sich die Welt und versuchten sie zu verstehen. So wurden Blitze und Donner für die Wutausbrüche des skandinavischen Wettergotts Thor gehalten, oder besonders fruchtbare Böden für die Freude der Göttin der Fruchtbarkeit.

In Mittelamerika ging der Aberglaube allerdings so weit, dass die Azteken glaubten, die Sonne ginge nicht ohne ihre Hilfe auf. So opferten sie täglich Menschen, damit die Welt, nach aztekischem Glauben, nicht untergeht.

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