Weltmeister auch in Sachen Mode

Deutsche Touristen: Internationale Fashion-Vorbilder?

Sonne Sommer

Vom Modemuffel zum Modevorbild: Deutsche Touristen sind am stilvollsten gekleidet. (Bild: yanlev – Fotolia.com)

Stillos war gestern: Deutsche Touristen sind modisch

In einer aktuellen vom Reiseportal momondo.de durchgeführten Studie wurden jeweils 1.000 Teilnehmer aus zwölf Ländern zum Thema Reisegewohnheiten befragt. Die repräsentative Studie wurde im Januar 2014 durchgeführt und insgesamt nahmen mehr als 12.000 Personen im besten Reisealter teil.

Entgegen anderslautender Vorurteile erhielt Deutschland von den befragten 18- bis 65-Jährigen im Durschnitt die besten Bewertungen, dicht gefolgt von:

  • 2. Platz: Norwegen
  • 3. Platz: Holland
  • 4. Platz: Spanien
  • 5. Platz: Italien
  • 6. Platz: Frankreich

Schlusslichter der Fashion-Auswertung waren finnische, dänische und russische Touristen. Während die Meinungen bei der Frage nach den bestgekleideten Touristen weit auseinandergingen und sich fast alle Teilnehmerländer auf dem ersten Platz sahen, landete Deutschland fast immer unter den ersten drei Plätzen. Nur Großbritannien und Italien sahen deutsche Touristen auf den hinteren Rangplätzen

Skandinavische Touristen entpuppen sich als Modemuffel

Sommerliche Mode im Urlaub

Nicht alle Urlauber legen Wert auf modische Kleidung. (Bild: konradbak – Fotolia]

Sowohl deutsche als auch russische Teilnehmer gaben mit 43 Prozent an, dass es ihnen wichtig und sehr wichtig ist, im Urlaub schöne Kleidung zu tragen. Somit ist die russische Platzierung im Fashion-Ranking „besonders bitter“ so „Die Welt“-Redakteurin Kira Hanser, „da Russen nach eigenen Angaben selbst den größten Wert auf modische Kleidung im Urlaub legen.“ In Italien hingegen wollen nur 26 Prozent und in Frankreich 19 Prozent der Touristen im Urlaub schön gekleidet sein.

Die größten Modemuffel sind die schwedischen und finnischen Touristen: Jeweils mehr als die Hälfte der Befragten gaben an, dass es ihnen weniger oder gar nicht wichtig ist, trendige Kleidung im Urlaub zu tragen.

Vorurteile stimmen nicht immer

„Das Vorurteil, dass Deutsche sich im Urlaub nicht um Mode kümmern, stimmt so einfach nicht“, so Julie Pedersen, Pressesprecherin bei momondo.de. „Das liegt vielleicht auch an den individuellen Reisegewohnheiten. Beim Backpacking-Trip steht Mode sicher nicht im Vordergrund – beim Strandurlaub oder beim Städtetrip spielt das Outfit dagegen oft eine größere Rolle.“

Doch jeder kennt und nutzt sie: Stereotype haben nur einen Zweck – sich die Welt verständlicher zu gestalten. Diese Vereinfachung hilft Verhaltensweisen und Eigenschaften verschiedener Menschengruppen leichter abzurufen, statt immer wieder neu darüber nachzudenken.

Beispielsweise sind folgende Stereotype fest verankert:

  • Bibliothekarinnen tragen Brillen
  • Frauen lieben Mode
  • Männer mögen Autos

Sobald sich allerdings an das wertfreie Stereotyp eine negative oder positive Einstellung heftet, wird aus der Vereinfachung ein Vorurteil, welche sich häufig hartnäckig halten und nur schwer revidierbar sind.

Beispiele für Vorurteile sind:

  • Studenten und Arbeitslose sind faul
  • Friseure sind homosexuell
  • Deutsche Touristen legen keinen Wert auf Mode
Trekking Sandalen

Trekkingsandalen gehören mit zu den schlimmsten Modesünden deutscher Touristen. (Bild: Rootology/Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

Demzufolge werden die Modesünden der deutschen Touristen auch noch lange nach diesem überraschenden Ergebnis dieser internationalen Befragung in den Köpfen erhalten bleiben.

Die schlimmsten Modesünden deutscher Urlauber

  • Socken in Sandalen
  • Trekkingsandalen
  • Hawaihemden
  • kurzärmlige Hemden mit Krawatte
  • 7/8 Hosen
  • Gürteltasche/Bauchtasche

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