7.777.777 Scoville in der Gold Edition

Scoville-Test: Stefan Mross probiert scharfe Chili-Soßen

Mross testet scharfe Chilisaucen

Der Scoville-Test mit feurig scharfen Chilisaucen hat schon dem stärkesten Mann so einiges abverlangt – jetzt auch dem Schlagermoderator Stefan Mross. (Bild: Tim UR – Fotolia)

So heiß ging’s am Sonntag bei der ARD zu

Egal, in welchem Land Chili-Fans eine scharfe Currywurst bestellen, sie haben die Wahl zwischen zehn verschiedenen Schärfegraden. Diese oft sehr individuell festgelegten Rankings orientieren sich stets an der sogenannten Scoville-Skala, benannt nach dem US-Pharmakologe Wilbur L. Scoville, der sie 1912 entwickelte. Entscheidend für den Scoville-Wert einer Chilisorte bzw. -Soße ist die Menge des enthaltenen Capsaicin.

Inspiriert von Scovilles Skala entstand auch der berüchtigte Scoville-Test, bei dem ein Wagemutiger fünf von zehn aufgereihten und nach Schärfegrad sortierten Soßen kosten muss. Genau diesem Experiment stellte sich Stefan Mross, Schlagerstar und Moderator von „Immer wieder sonntags“ im Rahmen seiner regelmäßigen Mutproben. Zwar schaffte es Mross alle fünf Soßen mit einem Stück Currywurst zu probieren, danach verschwand er allerdings abrupt hinter der Bühne und wurde für den Rest der Sendung nicht mehr gesehen.

Diesen Chili-Soßen konnte Stefan Mross nicht standhalten

Was Zuschauer erst sehr viel später erfuhren: Mross Übelkeit verschlimmerte sich drastisch, bis er schließlich hinter den Kulissen sogar zusammenbrach und mit Kreislaufversagen ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Kurze Zeit später konnte der Moderator aber wohlbehalten wieder nach Hause. Schuld an dem Schwächeanfall war weniger die Schärfe als eine enorme allergische Reaktion in Kombination mit der drückenden Schwüle des Sommerwetters. In seinem Scoville-Test wählte Mross diese fünf Hot Chili Saucen in folgender Reihenfolge aus:

  • Schärfegrad Nr. 4: Pepper King Jolokia Nightmare Hot Sauce mit 150.000 Scoville
  • Schärfegrad Nr. 1: Crazy Jerry’s Brain Damage Mind Blowin Hot Sauce mit 11.000 Scoville
  • Schärfegrad Nr. 2: Pepper King Flamin Chipotle Hot Sauce mit 20.000 Scoville
  • Schärfegrad Nr. 6: Pepper King Hot Sauce Extrem scharf! mit 400.000 Scoville
  • Schärfegrad Nr. 10: Curry & Chili Gold Edition mit 7.777.777 Scoville

Jalapeño, Bhut Jolokia und Mad Dog 357

Während eine normale Gemüsepaprika maximal 10 Scoville erreicht und damit von niemandem als scharf empfunden wird, sorgen Peperoni mit bis zu 500 Scoville bzw. Tabasco mit bis zu 5.000 Scoville schon für einiges an Feuer. Für wahre Chili-Liebhaber wird es jedoch erst ab dem Schärfegrad sechs so wirklich interessant. So ist die Jalapeño-Paprika mit feurig-scharfen 8.000 Scoville ein ganz besonderer Gaumenschmaus.

Noch schärfer wird es zum Beispiel mit reinem Chayennepfeffer (30.000 bis 50.000 Scoville), Habanero Chilischoten (100.000 bis 350.000 Scoville) oder Bhut Jolokia (eine Millionen Scoville). Zum Vergleich: Handelsübliches Pfefferspray entspricht ca. zwei Millionen Scoville. Dem Maximalwert von 16 Scoville („Blair’s 16 Million Reserve“ aus reinem Capsaicin, zum Verzehr völlig ungeeignet) am dichtesten auf den Fersen und damit die schärfste Chilisauce der Welt ist aber „Mad Dog 357 No. 9 Plutonium“ mit neun Millionen Scoville.

Derart scharfe Saucen, die zum Großteil in Apotheken hergestellt und erst ab 300,00 Euro verkauft werden, sind allerdings keinesfalls für den alltäglichen Verzehr gedacht und können, wie Mross am eigenen Leib erfuhr, unvorhergesehene Nebenwirkungen haben. Dagegen können Schärfe erprobte Gaumen eine Currysauce mit einem Schärfegrad von vier bis fünf jedoch noch relativ unbedenklich und genießen.

Optionen

Drucken Drucken Schriftgröße Schrift vergrößern Schrift verkleinern Schriftgröße zurücksetzen
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (noch nicht bewertet)
Loading...Loading...

Kommentar abgeben