DIY-Trend aus den USA

Loom Bands: Bunte Gummi-Armbänder erobern die Welt

Bunte Gummibänder für Rainbow Loom Bands

Die Qual der Neon-Farben-Wahl – bei den Rainbow Loom Bands ist der Name Programm. (Bild: Lagriffunrie/Wikipedia unter CC BY 2.0)

Freundschaftsarmbänder waren gestern, Loom-Boom ist heute

Angefangen hat der Trend um die aus kleinen Gummiringen geflochtenen Armbänder mit den zwei Töchtern von Cheong Choon Ng. Die Mädchen faszinierten ihren Vater 2011 mit geschickten Bastelversuchen, Gummibänder zu Armbändern zu knüpfen. Von Beruf Ingenieur für Auto-Crashtests ließ sich der in Michigan lebende Malaysier schließlich einen speziellen Webrahmen (engl. „loom“) einfallen, der seinen Töchtern das Basteln erleichtern sollte. Zahlreiche Überarbeitungen und ein ausschlaggebendes YouTube Video später kam im Sommer 2013 schließlich der internationale Durchbruch.

Der Loom-Hype greift um sich

Längst haben sich die regenbogenfarbenen Loom Bands von Kinderzimmer, Schlufhöfen und Sommer Camps bis an die Handgelenke von Stars und Sternchen gemogelt. Obwohl weit jenseits der eigentlichen Zielgruppe von acht bis vierzehn Jahren tragen Miley Cyrus und David Beckham ebenso wie Kate Middleton und Prinz William ihr buntes Armband mit Stolz. Doch es geht noch besser, denn mit den kleinen Gummis kann man auch putzige Tierchen oder sogar Kleidung hervorzaubern:

  • Suit of the Loom: Aktion von Late-Night-Show Moderator Jimmy Kimmels, bei dem ein Loom-Band-Anzug mithilfe seiner Fans hergestellt und anschließend für wohtätige Zwecke für 40 000 Dollar versteigert wurde – der glückliche neue Besitzer: Cheong Choon Ng!
  • Loom-Kleid: von der elfjährigen Britin Abigail Baker selbst hergestellt und für 200 Euro auf Ebay verkauft

Die 10.000 Dollar, damals seine gesamten Ersparnisse, die Cheong Choon Ng ursprünglich in seine Geschäftsidee investiert hat, haben sich mit einem aktuellen Firmenwert von über 133 Millionen Dollar mehr als bezahlt gemacht. Allein in drei Jahren wurde über 1,2 Millionen Loom-Sets inklusive Webrahmen über das Internet verkauft. Bücher, YouTube Videos und sogar eine A auf dem Fuß.

Armband aus Rainbow Looms

Bunt und aufwendig geflochten: Rainbow Loom Bands (Bild: Franklin Park Library/Wikipedia unter CC BY 2.0)

Die bunten Bändchen sorgen nicht nur für gute Laune

Nur eine Gruppe lässt sich von dem kunterbunten Trend nicht anstecken: Britische Umweltschützer warnen davor, was passiert, wenn der Trend einmal kein Trend mehr ist und die heiß geliebten Armbänder achtlos im Müll landen. Da sie aus Silikon gemacht sind, können sie weder recycelt werden noch sind sie biologisch abbaubar – und entsprechen damit so gar nicht dem zunehmenden Trend zu umweltschonenden Ideen. Doch nicht nur der Natur, auch kleinen Kindern kann ein solches Armband zum Verhängnis werden:

  • Erblindet: Nachdem sein größerer Bruder ihm ein Loom Band in das Auge schnippte, verlor ein Siebenjähriger dort sein Augenlicht.
  • Abgeschnürt: Ein acht Jahre alter Junge schlief mit einem Loom Band um die Finger gewickelt ein und verlor diese dabei fast.
  • Erstickungsgefahr: sowohl für Kinder, als auch Tiere, die die Gummibänder verschlucken

Anleitung zum Knüpfen eines einfachen Loom Bands

Optionen

Drucken Drucken Schriftgröße Schrift vergrößern Schrift verkleinern Schriftgröße zurücksetzen
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (2 Stimmen, Durchschnitt: 4,50 von 5)
Loading...

Ein Kommentar

  1. Sergej sagt:

    Wie heißt denn das YouTube Video das im Sommer 2013 schließlich der internationale Durchbruch brachte?????

Kommentar abgeben