Mit Laser und Radar entdeckt

Geheimnis um Stonehenge gelüftet: Teil großer Grabanlage

Stonehenge

Forscher lüfteten das Geheimnis um Stonehenge (Bild: Stefan Kühn /Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

Stonehenge: Tempelanlage und Grabstätte

Archäologen entdeckten nach vierjähriger Suche das Geheimnis des weltbekannten Steinmonuments: Stonehenge stand nicht wie vermutet allein, in der heutigen Grafschaft Wiltshire im Süden Englands, sondern war von Dutzenden Grabhügeln und Tempeln umgeben. Mithilfe der Magnetometrie, einer Scanmethode mit Radartechnik, gelang es dem Forscherteam um den Projektverantwortlichen Vincent Gaffney 17 bislang unentdeckte Holzstrukturen und Hunderte Grabanlagen aufzuspüren.

Wissenswertes über Stonehenge

  • Grabstätte, umfasst von einer Megalithstruktur, die aus vielen Steinkreisen zusammengesetzt ist.
  • Stonehenge, Avebury and Associated Sites, seit 1986 UNESCO-Weltkulturerbe
  • Die „English Heritage“ sorgt für die Erhaltung des Steinkreises

Ritueller Ort

Nach neuen Erkenntnissen sollen dort rituelle Kulte mit Toten stattgefunden haben. Auch römische Siedlungen aus der Bronze- und Steinzeit analysierten die Archäologen aus den gewonnenen Proben. „Die Funde werden unsere Steinformation auf Stonehenge völlig verändern“, fasst Gaffney die Ergebnisse gegenüber der britischen Zeitung „The Independent“ zusammen. Die in der Ebene von Salisbury liegende rituelle Steinkreis lockte zahllose Menschen in das Gebiet, wo sie mit immer neuen Bauten einen religiösen Ort schufen. Die Archäologen orteten ein 33 Meter langes Grab und ein Holzhaus, was die Vermutung verstärkt, dass in den Schreinen Totenzeremonien abgehalten wurden. Bis ins 7. Jahrhundert n. Chr. hinein nutzten die Menschen die Stätte für religiöse Akte.

Mysteriöse Steinkreis-Anlage

Vor etwa 4000 Jahren entstand das aus konzentrischen Steinkreisen errichtete Bauwerk. Viele Sagen und Legenden ranken sich um die hängenden Steine, wie Stonehenge übersetzt heißt. So sollen Druiden das Monument gefertigt haben. Etwa 2000 Jahre dauerte der Bau der Anlage, die in der Jungsteinzeit begründet liegt. Neben religiösen Zwecken diente die Anlage, laut Wissenschaft, als Kalender, der die Sommer- und Wintersonnenwende vorhersagte. Folgende Steinarten bilden die Struktur der Anlage:

  • Altarstein: fünf Meter hoch und als einziger Stein aus grünem Sandstein.
  • Opferstein: liegt neben dem Zentrum und soll früher aufrecht gestanden haben.
  • Fersenstein: wird auch als Friars Heel bezeichnet.
  • Sarsensteine: bilden den äußeren Kreis und stellen die „Kulisse“ dar. Die Sandsteine wiegen etwa 20 bis 50 Tonnen.
  • Blausteine oder Doleriten: Diese Sandsteinblöcke stehen im inneren Kreis, der hufeisenförmig angeordnet ist.

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