Gefahr durch Schwefeldioxid

Bárdabunga: Vulkan verursacht Schwefelwolke über Europa

bardarbunga wieder aktiv

Der Gletschervulkan Bardarbunga brodelt wieder. (Bild: Peter Hartree/Wikipedia unter CC BY-SA 2.0)

Schwefeldioxidwolke erreicht Deutschland

Norweger und Schweden klagen derzeit über einen widerlichen Gestank in der Luft. Meteorologen schafften jedoch schnell Klarheit: Sie entdeckten auf Satellitenbildern eine Schwefeldioxidwolke, die vom isländischen Vulkan Bárdabunga in östlicher Richtung nach Norwegen gezogen ist. Meteorologen des ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) in Wien, berichten von einer ersten Wolke in Mitteleuropa – auch in Deutschland wurde das giftige Gas registriert.

Laut Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst ist der Ausstoß von SO2 (Schwefeldioxid) bislang nicht gesundheitsgefährdend. Anders in Norwegen: Dort werden die Menschen angehalten Fenster und Türen geschlossen zu halten, um das nach Diesel riechende Gas, draußen zu halten. Das oft als Aschewolke bezeichnete gräuliche Gas ist lediglich Staub von Lavasteinen und hat nichts mit dem Rauch eines Feuers gemeinsam.

Aktive Vulkane 

  • Stromboli: Eolian Islands (Italien)
  • Yasur: Tanna Insel (zählt zum Inselstaat Vanuatu im Südwestpazifik)
  • Semeru: Indonesien
  • Bárdabunga: Island
  • Erebus: Antarktis

Bricht der nächste Gletschervulkan aus?

Bereits seit August brodelt es wieder im isländischen Vulkan Bárdabunga. Momentan registrieren geophysische Daten, dass in den letzten 72 Stunden Magma-Beben und bis zu zweitausend Erdbeben im Bereich der Kaldera, rund um den Bárdabunga stattgefunden haben. Kaldera bezeichnet den Trichter, der aus einer abgesunkenen Magmakammer entsteht. Diese ist etwa 20 Meter tief.

Der sich unter dem größten isländischen Gletscher, Vatnajökull, befindende Feuerberg, bereitet der Zivilschutzbehörde des Landes Sorgen. Aus einem Spalt fließt das Magma heraus. Die Gefahr einer großen Eruption ist derzeit groß, da sich die Erdplatten immer stärker zusammenschieben, wodurch es zu Rissen im Vulkankrater käme. Wenn dieser Fall eintritt und sich die Lava mit dem geschmolzenen Gletscherwasser vermischt, entsteht ein explosives Gemisch, dass für die Menschen in der Umgebung tödlich wäre. Experten prognostizieren einen weiteren schweren Vulkanausbruch, den es in dieser Intensität in der Geschichte Islands noch nie gegeben hat. Nach dem großen Vulkanausbruch des isländischen Gletschervulkans Eyjafjallajökull 2010 zittern die Bewohner wieder.

Vulkane: Tickende Zeitbomben

Der Bárdabunga zählt zu 30 aktiven Vulkanen Islands, von denen laut wissenschaftlichen Untersuchungen alle fünf Jahre einer ausbricht. Die Feuerberge befinden sich auf einem Gebiet, wo ständig Magmaströme fließen. Dadurch müssen die Isländer immer wieder mit Lavaströmen und Überschwemmungen rechnen.

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