Living Planet Report 2014

WWF warnt vor Artensterben und globalem Kollaps

Tiger vom aussterben bedroht

Bengaltiger und andere Tiere und Pflanzen sind vom Aussterben bedroht.(Bild: Anant/Wikipedia unter CC BY-SA 2.5)

Lebewesen und Pflanzen sterben weiter

Der Living Planet Report 2014 beschreibt erschreckende Erkenntnisse über unsere Erde: Seit 1970 verringert sich die Population von Land- und Wasserlebewesen um 52 Prozent, vor allem in Tropengebieten sind durch Abholzungen der Regenwälder und Wildereien Tausende Tiere und Pflanzen vom Aussterben bedroht. „Unser angehäufter Schuldenberg gegenüber der Natur wird immer größer und die stillen Rücklagen der Erde schrumpfen“, fasst Eberhard Brandes, geschäftsführender Vorstand von WWF Deutschland, im Living Planet Report 2014 die dramatische Lage zusammen. Denn Ressourcen können sich durch den rasanten Abbau nicht schnell genug regenerieren bzw. wachsen wie Kohle nicht mehr nach.

Übersicht einiger bedrohter Tierarten (Quelle:WWF)

  • Tiger
  • Elefanten
  • Eisbären
  • Haie
  • Seeadler
  • Meeresschildkröten

Menschheit hinterlässt große Fußabdrücke

Ein wichtiges Kennzeichen für die Nutzung natürlicher Ressourcen ist der ökologische Fußabdruck. Er beschreibt, wie viel Nutzungsfläche ein Land beispielsweise an Anbauflächen zum Leben benötigt. Deutschland steht in der Liste der Umweltsünder demnach auf den oberen Rängen. Um die Bundesbürger zu ernähren bzw. zu versorgen benötigt das Land laut WWF (World Wide Fund For Nature) 2,6 Erden. Der globale Fußabdruck markiert in dem Report sehr deutlich, dass für die nächsten Generationen Trinkwasservorkommen, Nahrungsmittel oder Lebensräume rar werden. Arme Regionen leiden zukünftig am schwersten unter den Auswirkungen.

Je mehr die weltweite Bevölkerung anwächst, desto drastischere Einschnitte muss die Natur ertragen. Knapp acht Milliarden Menschen leben derzeit auf dem grünen Planeten. Die Übernutzung ist seit Jahren Thema beim Klimaschutz. Auf dem diesjährigen Weltklimagipfel in New York brachten Experten die Lage auf den Tisch und riefen die Vereinten Nationen auf, ökologisch bewusster zu handeln. So geht beispielsweise Deutschland mit der Energiewende einen kleinen Schritt Richtung Klimawandel. Ansonsten nehmen folgende Probleme weiter zu:

  • Übersäuerung der Meere
  • Reduzierung der Arten- und Pflanzenpopulation
  • Temperatursteigerung

Stickstoff: Segen und Fluch

Die Insel Mauna Loa auf Hawaii hat bei Messungen am 9. Mai 2013 den höchsten bis dahin gemessenen CO2-Wert in der Atmosphäre verzeichnet. Stickstoff ist für alle Lebewesen essenziell. Durch Industriedünger und Massenproduktionen in der Landwirtschaft gelangt jedoch zu viel Stickstoff in die Luft, sodass er nicht wieder verarbeitet werden kann – schmelzende Polarkappen und eine Mitteltemperatur von fast fünf Grad sind für Tier und Umwelt in Zukunft die Folge.

Mögliche Maßnahmen gegen den Kollaps

Der WWF überträgt jedem Einzelnen die Verantwortung, den Erhalt der Ökosysteme mit zu fördern. Die Organisation berät die Politik und Wirtschaft, Energieressourcen sinnvoll einzusetzen und nachhaltiger mit Ökostrom zu produzieren. Ein Umdenken in den Köpfen der Bürger ist hilfreich. Jedoch ist Nachhaltigkeit nur dann wegweisend für den Bestand der Erde, wenn die Schonung der Ressourcen und Lebewesen an erster Stelle steht. Mit diesen Maßnahmen kann jeder etwas für die Welt tun:

  • Öfter vegetarisch essen: Die Produktion von Fleisch erhöht Treibhausgas-Emissionen.
  • Auf das Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel umsteigen: Flugzeuge stoßen am meisten CO2 aus. Nur in dringenden Fällen fliegen.
  • Energieeffiziente Haushaltsgeräte nutzen
  • Energiesparendes Heizen

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