Finnland ist Gastland

Frankfurt: Buchmesse 2014 gestartet

Internationale Gäste aus der ganzen Welt

Die über 7.000 Aussteller kommen aus 100 verschiedenen Ländern aus allen Ecken der Welt auf der Frankfurter Buchmesse zusammen, um den Besuchern die Literatur ihres Landes und somit auch ein Stück Kultur näher zu bringen. Bereits über 65 Prozent der ausstellenden Verlage kommen aus dem Ausland. Sogar Krisenländer wie Syrien, Irak, Afghanistan oder die Ukraine sind vertreten.

Der Buchmarkt wird immer internationaler, was die Buchmesse Frankfurt beeindruckend beweist. Bis Sonntagabend haben Besucher noch die Chance neue Literatur aus der ganzen Welt zu entdecken. Auch Informationen zu passenden Themen wie Hörbücher, E-Books, digitale Lesegeräte und das Selfpublishing werden den Besuchern geboten.

Bücher auf der Frankfurter Buchmesse

Viele neue Bücher wollen auf der Frankfurter Buchmesse entdeckt werden. (Bild: Fotolia – Sven Schneider)

Finnland ist Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse

Die Buchmesse Frankfurt fand zum ersten Mal 1949 statt, 1976 wurden erstmals Gastländer beziehungsweise Scherpunkte festgelegt, ab 1988 gab es regelmäßig ein anderes Gastland. In diesem Jahr ist es zum ersten Mal Finnland, das sich unter dem Motto „Finnland. Cool.“ nicht nur mit einem Stand auf der Messe präsentiert, sondern auch für Rahmenprogramme wie Lesungen oder Preisverleihungen verantwortlich ist.

Den finnischen Pavillon durften drei Studenten der Aalto-Universität in Helsinki entwerfen: Herausgekommen ist ein weißer Pavillon mit weißen Sitzgelegenheiten. Neben über 900 Büchern finnischer Autoren begrüßen in der von der finnischen Winterlandschaft inspirierten Szenerie auch bekannte Gesichter aus Kindheitstagen die Besucher: Die Mumins. Mit einer Neuauflage ihrer Geschichte „Mumin und der Komet“ locken sie kleine und große Leseratten in den finnischen Pavillon. Neben Klassikern freuen sich aber auch über 60 gegenwärtige Autoren, die extra nach Frankfurt gekommen sind, auf neue Leser.

 

Gastländer der vergangenen 10 Jahre der Frankfurter Buchmesse
Jahr Gastland Motto
2004 Arabische Welt Arabische Welt – Blick in die Zukunft
2005 Südkorea Enter Korea
2006 Indien Today’s India
2007 Katalanische Länder Singular i Universal
2008 Türkei Faszinierend farbig
2009 Volksrepublik China Tradition & Innovation
2010 Argentinien Kultur in Bewegung
2011 Island Sagenhaftes Island
2012 Neuseeland Bevor es bei euch hell wird
2013 Brasilien Ein Land voller Stimmen
2014 Finnland Finnland. Cool.
Lutz Seiler

Der diesjährige Buchpreisträger Lutz Seiler (Bild: Wkipedia/Tobias Falberg unter CC BY 2.0)

Der Deutsche Buchpreis

Auf der Frankfurter Buchmesse gibt es nicht nur für Fachbesucher und das öffentliche Publikum jede Menge zu staunen, es wird ebenfalls für Autoren spannend. Denn seit 2005 wird zum Auftakt der Buchmesse der Deutsche Buchpreis verliehen. Dem Gewinner winken nicht nur Ruhm, Ehre und gesteigerte Verkaufszahlen, sondern auch ein Preisgeld, welches in diesem Jahr 25.000 Euro beträgt.

Über den Deutschen Buchpreis 2014 durfte sich bereits am Montag Lutz Seiler für seinen Roman „Kruso“ freuen. Er setzte sich gegen fünf andere Finalisten von ehemals 20 Kandidaten durch. Sein Roman spielt im letzten Sommer der DDR – 1989 – auf der Insel Hiddensee und ist entfernt an die berühmte Geschichte von „Robinson Crusoe“ des Schriftstellers Daniel Defoe angelehnt.

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