Bayern, Dortmund und Co mit guten Chancen

CL-Halbzeit: Titelträume und Problemlösungen

Wochenlang musste Jürgen Klopp auf seine Leistungsträger verzichten. Mats Hummels? Verletzt. Ilkay Gündogan? Verletzt. Marco Reus? Verletzt. Robert Lewandowski? Transferiert. Dennoch verlor der Trainer seinen Mut lange Zeit nicht. Erst die Niederlage gegen Köln ließ den Optimisten kritische Töne anstimmen: „Das hat nicht viel mit Fußball zu tun, was wir hier zeigen.“ Umso schwerer fällt der Gang nach Istanbul, wo die leidenschaftlichen Kämpfer von Galatasaray zum Tanz um den Ball bitten. Das Team um Wesley Sneijder muss seinerseits um den Einzug ins Achtelfinale der Champions League bangen. In den ersten zwei Partien der noch jungen Saison der Eliteklasse holte Galatasaray nur einen Punkt. Gemeinsam mit Anderlecht teilt sich der türkische Verein den letzten Platz der Gruppe. Für Dortmund wiederum ist die Königsklasse der einzige Platz, an dem die Leistung konstant abgerufen wird. Gegen Arsenal London und RSC Anderlecht fuhren die Dortmunder sechs Punkte ein und thronen an der Spitze.

Spieler Dortmund

Ilkay Gündogans Rückkehr lässt Dortmund-Fans hoffen. (Bild: Michael Kranewitter/Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

CL als Balsam für die Seele

Vielversprechend präsentierte sich auch Mats Hummels vor dem Spiel im türkischen Hexenkessel: „Wir haben unser Problem und die Fehler erkannt und wissen, was wir verbessern müssen. Das zu zeigen, ist die Kunst.“ Helfen soll dabei auch wieder Ilkay Gündogan. Der Spielmacher feierte gegen Köln sein Comeback nach anderthalb Jahren und soll mit seiner Übersicht die Stürmer in Szene setzen.

In der Bringepflicht befindet sich auch Bayer Leverkusen. Gegen Zenit Sankt Petersburg kämpft das Team von Roger Schmidt um den Anschluss an die Spitze. Sollte das Spiel gegen den russischen Starklub verloren gehen, könnte der Abstand zum Spitzenduo schnell verloren gehen. Ein vorzeitiges Ende der vielversprechenden CL-Saison wäre die Folge. Um das zu verhindern, muss Leverkusen zu alter Stärke zurückfinden. Zu Saisonbeginn spielten Calhanoglu, Kießling und Bellarabi die Gegner an die Wand und erdrückten sie mit einem starken Pressing. In den letzten Partien fehlte jedoch die letzte Konsequenz. Sogar eine 3:0 Führung gab man gegen Stuttgart aus der Hand. Besonders schwierig wird das Spiel gegen Sankt Petersburg, wenn man auf den russischen Kader schaut. Mit Hulk, Danny, Criscito, Witsel und Rondon stehen pfeilschnelle und durchsetzungsfähige Offensivakteure im Team von Trainer Villas-Boas.

FC Bayern vor Härtetest in Rom

Wesentlich entspannter gestaltet sich die Situation beim FC Bayern München. Und das, obwohl ein nicht unwesentlicher Teil des Kaders mit schweren Verletzungen ausfällt. Holger Badstuber und Javi Martinez fehlen im Abwehrzentrum, Thiago riss sich erneut das Innenband und beide Ersatztorhüter laborieren an Beinverletzungen. Dennoch scheint das Team von Pep Guardiola unverwundbar zu sein. Ohne Niederlage überstand der deutsche Rekordmeister die ersten elf Pflichtspiele der Saison und bekam dabei nur drei Gegentore. Besonders in den letzten Partien bewies das Team, das es über jeden Zweifel erhaben ist. Gerade in der Offensive um Mario Götze läuft es reibungslos. Doch gegen den AS Rom könnte das System erstmals ins Wanken geraten. Damit diese Situation nicht eintritt, setzt Guardiola erneut auf Mehdi Benatia, der vor der Saison aus Rom zum FC Bayern stieß. Und Benatia hat das Siegergen der Münchner bereits komplett verinnerlicht: „Der AS Rom hat sich richtig gut verstärkt und ist unberechenbar. Wir wissen, wie schwer es wird, dort zu bestehen. […] Wir peilen den Sieg am 6. Juni 2015 im Berliner Olympiastadion an. In den vergangenen fünf Jahren stand der FC Bayern dreimal im Finale. Ich möchte auch mal diesen Pott gewinnen.

Doch auch für die Römer läuft es in dieser Saison grandios. Einzig die Niederlage gegen den großen Rivalen aus Turin trübt die ansonsten makellose Bilanz. Auf die Mannschaft von Guardiola wartet eine harte Verteidigung, die im Mittelfeld von Klubikone Francesco Totti dirigiert wird. Mit schnellen Gegenstößen wird die Roma probieren, an den kompakten und passstarken Bayern vorbei zukommen. Ob das gelingen wird, kann der deutsche Fan leider nicht im ZDF bestaunen. Nur wer ein Sky-Abo sein Eigen nennt, kommt in den Genuss des Topspiels.

Schalke 04 hofft auf Besserung

Im letzten Spiel mit deutscher Beteiligung trifft Schalke 04 auf Sporting Lissabon. Nach dem peinlichen Unentschieden gegen NK Maribor hoffen die Fans auf schnelle Wiedergutmachung. Anlass zur Hoffnung gibt das Engagement von Di Matteo, der bereits auf eine Karriere mit Champions-League-Titel zurückschauen kann.

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