Höheres Risiko durch Dunkelheit

Wildunfälle: Was Autofahrer wissen müssen

Höheres Risiko in der Winterzeit

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90 Prozent aller Wildunfälle werden durch Dammwild verursacht. (Bild: Karin Jähne/ Fotolia.com)

Bei einem Wildunfall muss man bedenken, dass man innerhalb weniger Sekunden reagieren muss. So kann eine rutschige und eisige Straße im Herbst und Winter zu einer extremen Gefahrenquelle werden. Hier muss man nicht nur besonders vorsichtig fahren, im Falle eines Wildunfalles muss man auch daran denken, dass ein Fahrzeug beim Bremsen anders reagiert als bei ganz normalen Straßenverhältnissen. Vor allem auch in der Herbstzeit, wenn herabfallende Blätter die Straße noch rutschiger machen können, sollte man ohnehin langsamer und vorsichtiger fahren.

Besondere Vorsicht in Morgen- und Abendstunden geboten

In den Herbst- und Wintermonaten können Nebel und erster Frost eine zusätzliche Gefahrenquelle darstellen, die das Reagieren im Falle eines Wildwechsels erschweren. Will man Unfälle dieser Art vermeiden, dann sollte man auf die entsprechenden Schilder für Wildwechsel achten. Genauso ist auf die besonderen Wildwechselzeiten in der Abenddämmerung und in den frühen Morgenstunden achtzugeben. Sieht man ein Wildtier, muss man die Geschwindigkeit drosseln, abblenden und auf die Hupe drücken. Fahrer sollten berücksichtigen, dass es sich nicht immer nur um Einzeltiere handelt, sondern weitere folgen könnten. Von gefährlichen Ausweichmanövern ist jedoch abzuraten, da diese teilweise noch größere Unfälle verursachen können, insbesondere bei Gegenverkehr.

Beim Wildunfall – Vorsicht vor dem verletzten Tier

Ist der Wildunfall geschehen, dann sollte der Fahrer den Unfallort mit dem Warndreieck absichern. Zuerst muss dafür die Warnblinkanlage angeschaltet werden und der Fahrer sollte niemals vergessen, seine Warnweste anzulegen.

  • Mit dem Handy sollte man jetzt schnell die Polizei verständigen, damit die Beamten sich vor allem auch um das verletzte oder tote Tier kümmern können.
  • Hat man ein Tier totgefahren, sollte es in jedem Fall von Polizei oder Förster beseitigt werden. Andernfalls kann man sich strafbar machen, denn die Mitnahme des Wildes wird als Wilderei gewertet.
  • Ist das Tier aber verletzt, dann sollte man dieses nicht berühren. Das Tier könnte in Panik geraten und dabei sogar ausschlagen oder beißen.
  • Ist die Polizei schließlich am Unfallort eingetroffen, muss man sich eine Wildunfallbescheinigung ausstellen lassen, denn nur mit dieser Bescheinigung kann der Autofahrer von seiner Versicherung die Regulierung seines Schadens erhalten.
  • Für die Versicherung kann es auch wichtig sein, dass der Fahrer nicht gefährliche Ausweichmanöver gemacht hat, denn so kann die Chance auf eine vollständige Schadensregulierung schwinden.

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