Gefahr für Datenschutz?

Echo: Amazon stellt sprechenden Lautsprecher vor

Musik ist pures Lebensgefühl

Amazon bietet ein smarten Lautsprecher an, der auch sprechen kann. (Bild: afxhome – Fotolia)

Amazon: Lautsprechergeneration 2.0 veröffentlicht

Amazon hat am Donnerstag, den 6.11.2014, überraschend den Lautsprecher Echo in den USA präsentiert. Neben dem Abspielen von Musik kann das schwarze, röhrenförmige Gerät mit seinem Besitzer kommunizieren. Es reagiert wie bei den anderen Spracherkennungssystemen Siri (Apple) oder Google Now auf die Stimme – auch während Musik läuft. Der Lautsprecher soll 199 Dollar (160 Euro) kosten. Für Amazon-Prime Kunden sind es 99 Dollar (80 Euro). Das Kaufangebot erhalten ausgewählte Anwender per E-Mail.

Zusätzlich fungiert Echo als persönlicher Alltagshelfer. So beantwortet er Fragen zum Wetter oder Nachrichten, stellt den Wecker und vervollständigt die Einkaufsliste. Um das kommunikative Abspielgerät zu aktivieren, muss das Codewort „Alexa“ genannt werden. Dafür sollten alle sieben Mikrofone eingeschaltet sein, erklärte Amazon. Die Musikauswahl funktioniert ebenfalls mithilfe der Sprache. Lieder stammen von der Amazon-Mediathek oder von Internetradios. Echo bringt demnach nicht nur Musik ins heimische Wohnzimmer, sondern steht in Form eines Zylinders in allen Lebenssituationen mit nützlichen Antworten bereit.

Fakten zu Amazon Echo

  • spielt Musik von Amazon oder Online-Radiostationen ab.
  • beantwortet Fragen zu Wissensthemen oder erweitert Listen
  • aktiviert durch das Codewort Alexa
  • sammelt Informationen in einer Cloud

Von Kindle bis Echo – die Amazon Familie wächst weiter

Mit Echo erweitert das US-Unternehmen seine Produktlinie um ein weiteres Mitglied. Zu den E-Readern der Marke Kindle kamen in den letzten Jahren Tablets, eine TV-Box und das Fire Phone hinzu. Das neuartige, sprachbasierte System setzte der Versandhändler bereits mit dem Fire TV um. Ein Nachteil gegenüber anderen Produkten, die ebenfalls mit ihrem Nutzer sprechen, ist das fehlende Display. Dies hinterlässt einen kleinen Schönheitsfehler beim Amazon Echo.

Datenschutzproblem möglich

Kritiker sehen in der Innovation aber einen Angriff auf den Datenschutz. Denn die gesammelten Daten werden im Internet-Cloud-System von Amazon gespeichert. Außerdem beunruhigt die ständige Präsenz des Lautsprechers zukünftig vielleicht die Menschen, da der Lautsprecher alles belauscht. Welche Risiken mit dem Gerät einhergehen könnten, ist selbst Sicherheitsexperten noch nicht bekannt. Denn die gespeicherten Informationen bieten für Hacker ein lukratives Geschäft.

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