Konkurrenz für LinkedIn und Xing?

Facebook at Work: Karrierenetzwerk fürs Büro geplant

Graph Search macht die Informationen aller Umgebenden suchbar (Bild: aboutpixel.de / Sergei Brehm)

Facebook bietet bald eine Kommunikationsplattform für Firmen an. (Bild: aboutpixel.de / Sergei Brehm)

Facebook im Büroalltag

Facebook plant seinen Einzug in die Firmenbüros. Laut „Financial Times“ will das soziale Netzwerk eine Plattform für die interne Unternehmenskommunikation schaffen. Mit Facebook at Work, sollen Mitarbeiter schnell und einfach Dokumente austauschen können und mit Kollegen sowie Partnern Kontakte eingehen. Eine erste Testphase bei ausgewählten Unternehmen läuft bereits, heißt es in Insiderkreisen. Das soziale Netzwerk ist ein kostenloses Angebot, das sich über Werbeanzeigen finanziert. Zu Beginn soll das neue Projekt ebenfalls noch kostenlos zur Verfügung stehen. Außerdem bleibt das alte Layout erhalten – private und berufliche Konten lassen sich so trennen.

Unternehmenskommunikation 2.0

Für Unternehmen zählt eine gut vernetzte Kommunikationsstruktur mit seinen Mitarbeitern zu den wichtigsten Erfolgskriterien. Professionelle Berater entwickeln spezifische Netzwerke innerhalb eines Betriebs. Daneben existieren Xing und LinkedIn als Plattformen für berufliche Beziehungen. Auch andere große Unternehmen wie Google und Microsoft planen Datenaustauschdienste. Mit einem Launch könnte das US-Unternehmen nicht nur die bürointerne Verständigung optimieren, sondern ebenso eine führende Position bei Online- Karrierenetzwerken einnehmen.

Datensicherheit in der Kritik

Facebook stand, vor allem nach den NSA-Enthüllungen in der Kritik, all zu leichtfertig mit den Daten seiner Nutzer umzugehen. Was und wofür das US-Unternehmen die Daten nutzt, erfuhren User meist erst aus den Medien. Doch Facebook versucht sein Image zu verbessern: Mit neuen transparenten Regeln, die auch der staatlichen Überwachungsmaschinerie der USA geschuldet sind, will Facebook zukünftig seinen „Followern“ mehr Sicherheit für ihre Privatsphäre bieten. Mit einer neuen Verschlüsselungstechnik blieben seither Angriffe von Online-Kriminellen aus.

Dennoch haben Firmen vor einer Einführung bedenken. Schon länger sperren sie die Webseite, da sie Angst haben, ihre Mitarbeiter würden zu viel Zeit mit privaten Posts oder Chats verbringen. Andererseits bereitet die Frage nach der Datensicherheit den Chefs Bedenken. Bis sich Facebook als ernsthaftes Instrument für die interne Unternehmenskommunikation etabliert, muss noch einige Überzeugungsarbeit geleistet werden.

 

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