Organismus auf Sparflamme

Winterschlaf: Wie Tiere die kalte Jahreszeit überstehen

Igel bereitet sich auf den Winterschlaf vor

Igel senken Pulsfrequenz und Körpertemperatur während des Winterschlafs deutlich ab. (Bild: Gibe/Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

Zu dünnes Fell und zu wenig Nahrung

Die kleinen Säugetiere müssen sich in den Wintermonaten nämlich damit abfinden, dass sie nicht wie ihre großen Artgenossen ein dickes Fell bekommen. Ihres verändert sich meist kaum, sodass sie ohne den Winterschlaf wahrscheinlich erfrieren würden. Hinzu kommt die erschwerte Nahrungsaufnahme im Winter. Wollen sie nicht selbst zu Futter werden, dann tun sie gut daran, sich während dieser nahrungsarmen Zeit gut zu verstecken.

Die echten Winterschläfer

Es gibt Tiere, die machen einen Winterschlaf, während andere sich nur zur Ruhe legen. Hierbei gibt es einen großen Unterschied. Tiere, die richtig schlafen, senken ihre Körpertemperatur deutlich ab. Ebenso geht die Herzfrequenz stark zurück und das Atmen wird auf ein Minimum reduziert. Zu den echten Winterschläfern gehören unter anderem die Fledermäuse, Igel, Siebenschläfer oder auch Murmeltiere. Während der Siebenschläfer ganze sieben Monate schläft, kommen Igel, Murmeltier und Fledermaus im Schnitt nur auf vier Monate.

Kontrastpogramm: Sommerschlaf

  • Krokodile, Schlangen und einige Amphibien vergraben sich im Schlamm
  • Intension: Energie und insbesondere Wasser sparen in heißen Gebieten
  • Stoffwechsel wird ebenso wie beim Winterschlaf heruntergefahren
  • bei einigen Tieren schrumpft der Darm temporär um bis zu 40 Prozent

Dabei schlafen die Tiere aber nicht die gesamte Zeit durch. Zwischendurch werden sie hin und wieder einmal wach, drehen sich um und setzen Kot oder Urin ab. Gegessen wird während dieser Phase aber nicht. Trotz alledem können sie durch den Winterschlaf so viel Energie sparen, dass sie auch ohne zusätzliche Nahrungsaufnahme im Winter nicht verhungern. Das Fettpolster, welches sie sich vor dem Winter angefressen haben, hilft ihnen dabei maßgeblich.

Winterruhe der großen Säugetiere

Auffallend ist auch, dass besonders die sehr kleinen Tiere richtigen Winterschlaf halten, während die großen Säugetiere, wie beispielsweise der Braunbär, nur eine Winterruhe halten. Sie ruhen sich lediglich aus und fallen nicht in einen tiefen Schlaf. Die Körpertemperatur wird nicht so weit wie bei den Schläfern heruntergefahren und auch die Herz- wie die Atemfrequenz ist deutlich höher.

Winterstarre bei Amphibien und Co.

Hinzu kommen all die Tiere, die in eine sogenannte Winterstarre verfallen. Auch sie schrauben ihren Energiehaushalt in den Wintermonaten so weit wie nur möglich herunter und versuchen so, gut über die kalte Jahreszeit zu kommen. Zu diesen Tieren gehören unter anderem die Fische, Schildkröten, viele Insekten oder auch Frösche. Fische und Amphibien begeben sich an die tiefsten Stellen im See und verharren dort, bis die Temperaturen wieder steigen.

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