Internationale Traditionen

Weihnachten rund um die Welt: Kuriose Bräuche

Christmas

Weihnachtliche Dekoration gehört in fast allen Ländern zum Fest. (Bild: Christian Nitz/Fotolia.com)

Weihnachten in Dänemark

Bei den Dänen wird am 24. Dezember das Wohnzimmer schön weihnachtlich geschmückt und das Weihnachtsessen serviert. Der Nachtisch ist Weihnachtsgrütze mit einer Mandel, die darin versteckt ist. Wer diese Mandel findet, der bekommt ein Geschenk.

Spanische Weihnachtsbräuche

Die Spanier haben keinen Christbaum und Weihnachtsmann. Hier wird Weihnachten auch nicht im Dezember gefeiert. Es gibt am 24. Dezember zwar ein leckeres Weihnachtsessen, doch es werden keine Geschenke ausgetauscht. In Spanien findet das eigentliche Weihnachtsfest erst am 6. Januar statt. Die Heiligen Drei Könige bringen erst dann den Kindern Geschenke mit, natürlich lediglich den lieben Kindern. Wer nicht artig war, bekommt ein Stück Kohle. Die Könige kommen gewöhnlich auf Kamelen angeritten. Die Kinder stellen daher am Tag vorher für die Tiere Wasser und Brot vor die Tür. Am Morgen sind dann magischerweise die Geschenke im Haus.

Bräuche in Katalonien

Im spanischen Katalonien gibt es noch einen weiteren speziellen Weihnachtsbrauch. In der Weihnachtszeit verzieren die Kinder einen Holzklotz mit einem aufgemalten Gesicht, mit Beinen und einer Mütze. Der Weihnachtsholzklotz, der Tió de Nadal, liegt zudem unter einer Decke, was verhindern soll, dass ihm kalt wird. Die Kinder singen an Heiligabend ein spezielles Lied und klopfen mit Stöcken auf dem Stamm. Wenn die Kinder im Anschluss die Decke wegziehen, sehen sie Süßigkeiten und Geschenke, die der Klotz herausgegeben hat.

13 Weihnachtszwerge aus Island

  • Stekkjastaur/Pferchpfosten
  • Giljagaur/Schluchtenkobold
  • Stúfur/Knirps
  • Þvörusleikir/Kochlöffellecker
  • Pottaskefill/Topfschaber
  • Askasleikir/Essnapflecker
  • Hurðaskellir/Türzuschläger
  • Skyrgámur/Quark-Gierschlund
  • Bjúgnakrækir/Wurststibitzer
  • Gluggagægir/Fensterglotzer
  • Gáttaþefur/Türschlitzschnüffler
  • Ketkrókur/Fleischkraller
  • Kertasníkir/Kerzenschnorrer

Weihnachten auf Island

In Island bringen gleich 13 Personen die Geschenke: Die Weihnachtszwerge von den Bergen (Jólasveinar), die im Aussehen dem Weihnachtsmann ähneln. Allerdings tauchen die Gnome nicht gleichzeitig auf. Dererste Zwerg kommt am 12. Dezember und an jedem folgenden Tag kommt dann ein weiterer Zwerg.

Am Heiligabend sind dann alle Zwerge wieder zusammen und es wird zusammen Jolaar, das Weihnachtslamm, gegessen. Ähnlich der dänischen Tradition wird auch hier ein Brei mit einer Mandel verzehrt. Danach geht an jedem Tag wieder ein Zwerg, in der Reihenfolge, wie sie gekommen sind, sodass sie am Dreikönigstag alle wieder weg sind.

Weihnachtliche Bräuche in Schweden

In Schweden gehört zum Weihnachtsbrauch ein Ziegenbock aus Stroh, der Julbock. Ursprünglich symbolisierte dieser die Fruchtbarkeit der Erde. Der Jultomte, der schwedische Weihnachtsmann, bringt am Heiligabend die Geschenke. Wie in den meisten Ländern steht das gemeinsame Essen in Familie im Mittelpunkt. Verzehrt werden dann diverse Köstlichkeiten von einem kalten Buffet, dem Smörgåsbord, sowie der Weihnachtsschinken Julskinka. Nach dem Essen werden dann die Geschenke ausgepackt. Am Morgen des 25. Dezembers gehen viele Schweden zur Frühmesse.

Ungarische Weihnachtsbräuche

Am 13. Dezember wird begonnen, einen besonderen Stuhl zu bauen, der aus sieben Holzarten besteht und vor Hexen schützen soll. Heiligabend muss der Stuhl fertig sein, um ihn zur Christmette mitzunehmen. Die Ungarn stellen sich dort auf den Stuhl, um nach Hexen Ausschau zu halten. Zuhause wird dann gemeinsam eine Fischsuppe aus Karpfen gegessen und Szaloncukor genascht, dabei handelt es sich um süße Weihnachtsbonbons. Wie in Deutschland gibt es auch in Ungarn einen Weihnachtsbaum und der Weihnachtsmann bringt die Geschenke.

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