Bewegende Momente

Jahresrückblick 2014: Terror, Katastrophen und ein Triumph

Miroslav Klose Weltmeister

Deutschland wurde 2014 zum vierten Mal Fußball-Weltmeister. (Bild: Agência Brasil/Wikipedia unter CC BY 3.0 BR)

Deutsche Nationalmannschaft holt vierten WM-Titel

Nach 24 Jahren hat die sich deutsche Fußballnationalelf den vierten Titel im spannenden Endspiel gegen Argentinien erkämpft. Eine nervenaufreibende Zitterpartie spielte sich am 13. Juli 2014 im Maracanã Stadion ab: In der 113. Minute gibt Toni Kross den Ball an André Schürrle ab. Dieser passt ihn bis zur Grenze des Fünfmeterraums zu Mario Götze, der ihn schließlich mit einem Seitfallzieher ins argentinische Tor befördert. Ein starker Zweikampf, der die Nationalelf wieder einmal als eine Formation zeigte, die gemeinsam um den goldenen Erdball kämpft. Trotz Verletzungen und zähen Gegnern wie Messi holten sie sich den verdienten Sieg. Jubelnde Menschen, Autokorsos und eine euphorische Mannschaft kennzeichnen diese Weltmeisterschaft. Zur Krönung ließen sich unsere WM-Helden am Brandenburger Tour feiern. Ein Film über ihre Zeit in Brasilien läuft derzeit in den deutschen Kinos.

Partikel der Ebola-Virus

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern weltweit. (Bild: Thomas W. Geisbert, Boston University School of Medicine)

Ausbruch des Ebolavirus

Eine gefährliche Epidemie läutete Anfang des Jahres eine tückische Katastrophe ein: Im Februar 2014 wurden im Süden Guineas erste Fälle von Infizierten mit dem tödlichen Ebolavirus bekannt. Es verbreitete sich zunächst bis in andere westafrikanische Länder wie Liberia, Nigeria oder Sierra Leone. Die Infektionsrate nahm in den nächsten Monaten rapide zu. Erste Fälle in den USA und Spanien sorgten für Aufregung in der westlichen Bevölkerung. Die Schutz- und Behandlungsmaßnahmen wurden auf das höchste Niveau gebracht. Die Entwicklung eines Wirkstoffs verspricht, nach einigen erfolgreichen Heilungen, die Seuche einzudämmen.

Krise in der Ukraine

Aus der Krimkrise hat sich 2014 ein gespaltetes osteuropäisches Land entwickelt. Beim Referendum im März wollten mehr als die Hälfte der Krimbewohner einen Zusammenschluss mit Russland. Am 11. März 2014 wurde die Halbinsel zu einem autonomen Land erklärt. In der Ostukraine wollen Bürger immer noch den russischen Weg einschlagen. Separatisten und Befürworter der europäischen Linie lieferten sich Kämpfe, die den innerländischen Spalt noch weiter öffneten. Die Wahl einer neuen ukrainischen Regierung verbesserte die Lage nicht. Russland gilt in den westlichen Medien als Unruhestifter für die Kämpfe. Eine militärische Unterstützung seitens Putins kann aber nicht offiziell bestätigt werden.

Terror im Namen Gottes

Seit Jahresbeginn erkämpften sich die Krieger des „islamischen Staates“ (IS) bereits Städte in Syrien und im Irak. Am 29. Juni riefen sie das Kalifat aus. In Propagandavideos ruft die Terrororganisation junge Menschen auf, sich gemeinsam auf den Weg zu Allah zu machen. Sie ließen westliche Journalisten enthaupten, entführen Frauen und Kinder und bekämpften Zivilisten auf barbarische Art und Weise. In speziellen Camps werden junge Männer und Frauen für den Kampf gegen die westliche Welt ausgebildet. Ihre eigenen Kinder stilisieren die „Gotteskrieger“ zu mörderischen Kampfmaschinen für ihre Gräueltaten. Westliche Staaten forderten, dass zurückkehrende islamische Terroristen die Staatsbürgerschaft entzogen werden sollte. Die USA und andere westliche sowie arabische Länder führen seit August Angriffe auf die IS aus.

Trauriger Abschied

Verstorbene Prominente 2014

  • Maximilian Schell (83)
  • Philip Seymour Hoffman (46)
  • Peaches Geldof (25)
  • Karlheinz Böhm (86)
  • James Garner (86)
  • Robin Williams (63)
  • Lauren Bacall (89)
  • Richard Attenborough (90)
  • Oscar de la Renta (82)

2014 trauerte die Filmwelt um zwei ihrer besten Schauspieler. Philipp Seymour Hoffmann, einer der talentiertesten Charakterdarsteller Hollywoods, starb am 2. Februar 2014 an einer Überdosis. Egal, ob als Truman Capote oder als Plutarch Havensbee begeisterte der oscarprämierte Mime mit seinen eindringlichen Rollen in Blockbustern und Spartenfilmen. „A Most wanted man“ ist sein letztes Filmprojekt.

Auch der Selbstmord von Robin Williams am 11. August 2014 erschütterte die Welt. Der Schauspieler, der andere zum Lachen brachte und sich selbst im Kampf mit Depressionen befand, ging als Freund, geliebter Ehemann und Vater von der großen Bühne. Der wandlungsfähige Oscargewinner zeigte neben Humor sein Gespür für dramatische Figuren, beispielsweise in „Good Morning Vietnam“, „One Hour Photo“ oder „Der Club der Toten Dichter“.

 

Optionen

Drucken Drucken Schriftgröße Schrift vergrößern Schrift verkleinern Schriftgröße zurücksetzen
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (noch nicht bewertet)
Loading...Loading...

Kommentar abgeben