Kuriose Geschichten über Santa Claus & Co.

Weihnachtsmythen: Ammenmärchen über das Fest der Liebe

Weihnachtsmann mit Rentierschlitten

Über Weihnachten existieren zahlreiche Märchen. (Bild: senoldo / Fotolia.com)

Weihnachtsmann – eine Erfindung von Coca Cola

Coca Cola erfand zwar nicht den Weihnachtsmann, war aber dennoch maßgeblich an seinem bis heute vorherrschenden Erscheinungsbild beteiligt. Unsere Vorstellung vom rundlichen, rot gekleideten, weißbärtigen Weihnachtsmann wurde durch die Werbekampagne des Softdrinkherstellers geprägt. Der Cartoonist und Grafiker Haddon Sandbloom wurde 1931 von der Coca Cola Company beauftragt, Santa Claus zu zeichnen. Sandbloom ließ sich von Clement Clarke Moores Gedicht „ A Visit From St. Nicholas“ inspirieren. Als reales Vorbild der frühesten Entwürfe diente ihm ein Freund und pensionierter Mitarbeiter des Unternehmens, Lou Prentiss. Nach seinem Tod nahm der Grafiker sein eigenes Gesicht zu Hilfe: Ein spiegelverkehrter Weihnachtsmann erschien auf den Plakaten. Seine reale und in den Farben von Coca Cola gehaltene Darstellung bleiben bis heute bestehen.

Die Bekanntheit des Weihnachtsmanns in der westlichen Welt geht auf den niederländischen „Sinterklaas“ zurück. Im 17. Jahrhundert kam dann der in anderen Ländern in Form eines Kobolds oder mit einem blauen oder braunen Gewand gekleidete Weihnachtsmann in die USA.

Der Weihnachtsmann wohnt am Nordpol

Jedes Kind weiß, wo der Weihnachtsmann wohnt – am Nordpol. Doch sein Zuhause liegt in Lappland. Der Wohnort von Väterchen Frost ist in Rovaniemi. Die EU hat das Städtchen 2010 zum offiziellen Wohnsitz des Weihnachtsmannes“ erklärt. Touristen und Weihnachtsfans haben das ganze Jahr über die Möglichkeit, den fröhlichen alten Herrn mit seinen Rentieren zu besuchen.

Weihnachtsgeschichte im Christentum

Nicht nur im Christentum ist die Weihnachtsgeschichte über die Geburt von Jesus Christus verankert. Im Koran heißt die jungfräuliche Maria Maryam und bringt einen „reinen Knaben“ zur Welt. Die Geburt findet nicht in Bethlehem in einem Stall statt, sondern unter einer Palme. Der Geburtsort ist nicht bekannt.

Kuriose Fakten über Weihnachten

  • größte Weihnachtsbaum: auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt (40.000 Kilogramm schwer)
  • älteste Weihnachtsmarkt: Bautzener Wenzelsmarkt (628 Jahre alt)
  • teuerste Christbaumkugel: geschmückt mit 188 Rubinen sowie 500 Diamanten, 98.000 Euro teuer
  • Umsatz im Weihnachtsgeschäft 2013: 84,5 Milliarden

Jesu Geburt am 24. Dezember

Dieser Mythos ist historisch nicht belegt. Denn in der Bibel wird allein von der Geburt des Sohnes Gottes gesprochen – ein genaues Datum existiert nicht. Geschichtswissenschaftler gehen davon aus, dass Jesus Christus einen Tag später, am 25. Dezember das Licht der Welt erblickte. Einige Stimmen vermuten sogar, dass er ein Jahr vorher geboren wurde.

Weihnachten: Zeit für Selbstmorde?

Trotz der besinnlichen Zeit hält sich hartnäckig das Gerücht, dass sich an Weihnachten die meisten Menschen umbringen. Forscher der Universität Indiana (Indinapolis) weisen diesen Fakt im „British Medical Journal“ zurück. Dunkle Tage sollen zwar Depressionen begünstigen, aber einen Zusammenhang zwischen Weihnachten und einer hohen Selbstmordquote konnten Rachel Vreeman und Aaron Carroll nicht feststellen. In wärmeren Monaten nehmen sich statistisch gesehen sogar mehr Menschen das Leben.

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