Eine digitale Geld-Alternative

Bitcoins – Die virtuelle Währung

Was sind Bitcoins und wie sind sie entstanden?

Bitcoinsymbol

Das Bitcoinsymbol (Bild: Satoshi/Wikipedia – gemeinfrei)

Das Thema Bitcoins ist in dieser Form neu und kann vereinfacht als eine neue, virtuelle Währung erklärt werden, deren Wert z. B. in Euro oder Dollar anhand der Nachfrage bestimmt wird. Da Bitcoins direkt von Person zu Person übertragen werden, sind zwischengeschaltete Institute wie Banken nicht nötig, was die Bitcoins stabiler macht.

Etwas umfangreicher erklärt bedeutet Bitcoin: Ein Zahlungssystem mit einer Geldeinheit, den Bitcoins, welche dezentral, also von mehreren Usern verwaltet und geschöpft werden. Die Schöpfung ist dabei ein recht besonderer Prozess, der später näher beschrieben wird. Die Nutzung der Bitcoins bedarf in der Regel nur eines Internetanschlusses.

 

Wie werde ich Teil von Bitcoin?

  • Kostenlose Datei für das eigene Betriebssystem herunterladen (Windows, Linux, Mac OS)
  • Bitcoins erwerben (Bitcoin-Börsen, Eintausch, Handel)
  • Bitcoins Minen (Hochleistungs-PCs erforderlich)

Mit einer kostenlosen Software, dem sogenannten Bitcoin Core erhält jeder Zugang zum System und kann beliebig Bitcoins mit anderen Nutzern austauschen oder erwerben. Es ist heutzutage möglich Bitcoins, wenn man sie nicht selbst durch Mining generiert, gegen Dollar, Euro usw. via Paysafe-Karte und andere Wege zu tauschen.

Beim Handel mit Bitcoins können Zwischenhändler eine Gebühr verlangen, die in der Regel zwischen 0,2% und 1% des Geldwertes entspricht. Es existieren sogar eigene Bankautomaten, die eine spezielle Währung in Bitcoins umwandeln. Jeder Bitcoin-User verfügt über seinen eigenen „Wallet“, also seine eigene, unangreifbare Bitcoin-Geldbörse.

USB Erupter

Ein USB Block Erupter zum „Minen“ (Bild: FML/Wikipedia – gemeinfrei)

Da die User im System keinem übergeordneten Administrator vertrauen und sich gegenseitig prinzipiell misstrauen, werden Fehler ausgeschlossen und Manipulationen nahezu unmöglich. Die vertrauenswürdige Instanz sind Bitcoin-Blöcke, die in sogenannte Blockketten (Block-Chains) zusammengefasst werden.

Diese Blockketten werden durch das Mining stetig von den Minern erweitert, indem diese durch höchst anspruchsvolle Rechenleistungen neue Blöcke erzeugen, in denen Bitcoins generiert und verarbeitete Transaktionen bestätigt werden. Die Belohnung für fertiggestellte Blöcke sind die erzeugten Bitcoins je Block.

Im Jahr 2013 waren das pro Block noch 50 Bitcoins, ab 2014 nur noch 25 Bitcoins. Die Rechenprozesse erfordern ein permanentes Arbeiten von PCs, die über hervorragende Grafikkarten verfügen sollten. Anhand von Anzahl, Anschaffungskosten und Laufzeit muss errechnet werden, ob es sich persönlich lohnt, zum Miner zu werden.

Was sind Bitcoins?

Wert von Bitcoins und ihre maximale Anzahl

Der Wert von Bitcoins kann im Netz in Echtzeit mitverfolgt werden. Der Eurowert am 19.05.2015 pro Bitcoin (BTC) beträgt genau 208,00 Euro. Dieser Wert befindet sich in ständigem Wandel, wie man an zahlreichen Tabellen und Entwicklungen der letzten Jahre nachvollziehen kann. So betrug der Wert 1 BTC am 17.07.2011 beispielsweise 14,67 US-Dollar, am 06.01.2014 war 1 BTC ganze 948,88 US-Dollar wert.

Der Wert der Kryptowährung Bitcoins richtet sich vollkommen nach Angebot und Nachfrage auf dem Markt und unterliegt z. T. starken Schwankungen. Die Miningprozesse werden immer aufwendiger, haben jedoch irgendwann ein konkretes Ende, da die Anzahl der Bitcoins bereits festgelegt ist.

Der letzte Bitcoin bzw. Block wird schätzungsweise im Jahr 2033 generiert werden. Die Gesamtzahl der Bitcoins liegt ca. bei 21 Millionen Bitcoins. Eine Inflation ist somit innerhalb dieser Währung ausgeschlossen. Kritiker merken jedoch an, dass dieses moderne Experiment dennoch scheitern und durch eine Inflation zu Fall gebracht werden könnte.

Sollten andere virtuelle Währungen entstehen und somit auch die virtuelle Alternative zum real greifbaren Geld unbegrenzt verfügbar sein können, hätte Bitcoin das gleiche Probolem, wie alle Währungen – sie könnte von einem Moment auf den anderen nichts mehr Wert sein. Allerdings ist fraglich, ob die Menschen es dazu kommen lassen würden und unbegrenzt Alternativen zu Bitcoins akzeptieren.

Bitcoin Geldautomat

Ein Bitcoin Geldautomat (Bild: Micha L. Rieser/Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

Mit Bitcoins bezahlen

Bitcoins als Zahlungsmittel werden immer beliebter, vor allem in Metropolen wie London, Madrid, aber auch Berlin und das Gebiet von Gaza sind Ballungsräume für den Handel mit Bitcoins. Im Online-Bereich wuchs der Markt nachvollziehbarerweise besonders stark, aber durch Smartphones ist das Bezahlen mit Bitcoins auch im Alltag zur bequemen Alternative geworden.

In Geschäften, in denen mit Bitcoins gezahlt werden kann, hängt neben den Kassen ein statischer QR-Code, der einfach nur gescannt werden muss. Auf dem Smartphone öffnet sich die Bitcoin Wallet App, in der der Kunde die Zahlung des entsprechenden Betrages mit „Bitcoins senden“ bestätigt.

Der zu zahlende Betrag kann in Bitcoins oder Euro überwiesen werden, die Umrechnung erfolgt prompt und automatisch, da sich der Wechselkurs wie bereits erwähnt in einem ständigen Wandel befindet. Auch QR-Codes mit bereits codierten Beträgen können so zur direkten Abrechnung der offenen Summe gebracht werden,

Abgebotsvielfalt

Das Angebot von Bitcoins ist zwar wachsend, aber es schadet nicht, sich vor einer Reise über die örtlichen Möglichkeiten mit Bitcoins zu zahlen ausreichend zu informieren. Gleiches gilt selbstverständlich auch für den eigenen Wohnort. Auf verschiedenen Coinmaps werden Geschäfte und Dienstleister angezeigt, bei denen eine Zahlung mit der neuen Währung möglich ist.

Wenn Berlin beispielhaft betrachtet wird, finden sich neben Vereinen, speziellen Bitcoin-Shops, Computerspielläden und alternativen Läden, in denen man das Bezahlen mit Bitcoins hätte erwarten können, auch zahlreiche Bars, Restaurants und sogar Arztpraxen und Museen. Bedauerlicherweise ist das Angebot in Brandenburg, also direkt um Berlin herum äußerst rar.

Ein erhöhtes Angebot in Deutschland ist neben dem Ruhrgebiet nur noch der Raum Hannover und und Hamburg. Der Trend lässt allerdings hoffen, dass sich das Angebot auch beim persönlichen Einkauf in Zukunft stark erhöhen wird. Vorreiter in Europa sind England, die Niederlande und die Schweiz. Die USA, Argentinien und Japan sind ebenfalls Länder, in denen ein großes Angebot, in Bitcoins zu bezahlen, besteht.

Berlin Panorama

Mit Bitcoins zahlen in Berlin (Bild: Nordenfan/Wikipedia unter CC BY-SA 4.0)

Gefahren der Kryptowährung

Eine dezentrale Geldeinheit unterliegt keinem staatlichen Kontrollmechanismus. Die Währung Bitcoins ist frei und flexibel, könnte aber, wenn sie in sehr großem Ausmaß genutzt wird, der Geldpolitik staatlicher Zentralbanken widersprechen. Dieser Umstände könnte im Extremfall zum Verbot der Bitcoins in bestimmten Ländern führen.

Allerdings wäre solch ein Verbot aufgrund der globalen Gültigkeit der Bitcoins schwer durchzusetzen und würde auch negative, lähmende wirtschaftliche Folgen für das Land selbst haben. Eine ganz andere Problematik ist der Missbrauch der Bitcoins, die keiner Kontosperrung und Kontrolle unterliegen und aus technischen Gründen auch nicht unterliegen können.

Gefahren und Probleme mit dem System Bitcoin

  • Sicherheitslücken im System, die jedoch vor allem 2011 und 2012 geschlossen wurden
  • Diebstähle von Bitcoins von Privatpersonen mit schwerer Nachverfolgung
  • Betrugsversuche durch Kriminelle
  • Hackerangriffe durch Kriminelle (oder Regierungen)
  • Ausfälle des Systems

So besteht die Möglichlkeit für Kriminelle, mithilfe der Bitcoins Geldwäsche zu betreiben. Außerdem werden auf virtuellen Schwarzmärkten, wie einst „Silk Road“ illegale Waren z. B. Drogen oder Waffen mit der Währung bezahlt und verkauft. Dieses Problem ist jedoch auch mit jeder anderen Währung gegeben, über das anonymisierte Internet können allerdings leichter Schlupflöcher gefunden werden.

Das Bitcoin Netzwerk begegnet der Gefahr der Geldwäsche dahin gehend, dass sehr große Mengen and Geld bzw. Bitcoins nichts so einfach gewechselt werden können, bei bestimmten Summen wird eine Verifizierung mit persönlichen Daten zur Pflicht. Insgesamt ist das System sehr sicher und modern und dürfte noch eine blühende Zukunft haben. Mit Angriffen muss jedoch immer gerechnet werden, weshalb es in der Vergangenheit auch Updates und Nachbesserungen gab, die das System stabilisierten.

Bitcoins – gut oder schlecht?

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