Ein Wort informiert in Sekunden

YO! – eine neue App will vernetzen

Sonnenbad Frau Smartphone

Bequem überall informiert mit „YO!“ (Bild: Ed Yourdon/Wikipedia unter CC BY-SA 2.0)

Die Anfänge von Yo!

Die Macher der App sind Or Arbel und Moshe Hogeg mit ihrem inzwischen zehnköpfigen Entwicklerteam. Die neue App hatte anfänglich in der Tat nur die Funktion ein simples YO! an andere User bzw. Freunde zu senden und so auf sich aufmerksam zu machen. Man kann mit ihr auch auf Nachrichten anderer Kanäle reagieren und sozusagen mitteilen, jetzt informiert zu sein.

Zu Beginn der App wollten bei Präsentationen nicht einmal die Macher namentlich in Verbindung mit dem Produkt gebracht werden. Der größte Kritikpunkt war und ist die überschaubare Palette an Funktionen. Allerdings haben findige Geldgeber in dem Projekt eine riesige Chance gesehen und so konnten über zwei Millionen Dollar als Investitionsgelder eingenommen werden.

Die Erfinder steckten das Geld in weitere Entwickler und Programmierer, um das zu Beginn häufig kopierte Konzept weiter zu verbessern und vor allem weitere Funktionen hinzuzufügen. Das große Plus der Idee ist die Möglichkeit einer unsagbar schnellen Benachrichtigung der User durch die Pushmitteilungen, die bei jedem Blick auf das Handy sichtbar sind.

Die Möglichkeiten der App

Yo! App Icon

Yo! – die neue Plattform (Bild: Prasjha01/Wikipedia unter CC BY-SA 4.0)

Obwohl die Nutzung sehr einfach funktioniert, sind die Möglichkeiten riesig. Direktes Schreiben ist mit der App bisher nicht möglich, aber dennoch gilt sie als große Konkurrenz zu Plattformen wie etwa Twitter. Der Yo!-Account erlaubt es, sich thematisch über viele Themen, Sender, Plattformen uvm. zu informieren.

In Zukunft können Video-Links und Artikel-Links versendet werden. Wenn sich der Nutzer für eine bestimmte Begebenheit interessiert z. B. Erdbeben oder ein Medienereignis wird er sofort informiert, wenn etwas passiert. Das kann auch sehr praktischen Nutzen haben. Neben der Information über Erbeben wird der Dienst in Israel z. B. dazu genutzt, um User darüber in Kenntnis zu setzen, wenn sich Raketen in der Luft befinden.

Aber auch im normalen Alltag kann die App das Leben erleichtern. Die beliebten Citybike-Angebote können den Nutzer über ein einfaches YO! nun dahin gehend informieren, ob in der Nähe des Users gerade ein Fahrrad frei zur Verfügung steht oder nicht. Die BBC nutzt den Dienst ebenfalls, wenn ein App-User eine Mitteilung an verschiedene Sendeformate oder allgemein die BBC sendet, erhält er einen Überblick zu den tagesaktuellen Artikeln bzw. zu Folgen ausgewählter Shows.

Die kurze, nur aus zwei Buchstaben bestehende Mitteilung könnte auch dann zum Einsatz kommen, wenn in einem Restaurant gerade ein Tisch frei wird oder für zahlreiche andere Dinge des Alltages und Weltgeschehens. Da die Erfinder sich breiter aufstellen wollen, suchen sie nun Input von außen und damit neue Entwickler und Ideen.

Die Bündelung von Nachrichten und Funkionen in einer App, ohne jede Zeitung oder jedes Interessengebiet separat als App auf dem Handy haben zu müssen, dürfte zu einer wesentlich schnelleren Verbreitung bestimmter Nachrichten führen. Die Möglichkeiten von YO! werden diesbezüglich nicht nur für große Themen, sondern auch Randphänome genutzt. Wie sich die App im Laufe der Zeit und mitsamt den neuen Funktionen in der medialen Welt positionieren wird, bleibt abzuwarten. Fest steht bereits, dass sich namhafte Kenner positiv über die Zukunft der App geäußert haben und das Potenzial überragend erscheint.

TV-Comedian Stephen Colbert thematisiert die App „YO!“ in seiner Show

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