Pluto: Neue Erkenntnisse

Sonde New Horizons passiert den Pluto

Das New-Frontier-Programm: Pluto

Das New-Frontier-Programm umfasst eine Reihe geplanter und teilweise gestarteter Missionen zur Erforschung des Sonnensystems. Die NASA entsendet hierzu Sonden an weit entfernte Winkel des Sonnensystems oder aber zu näher gelegenen Planeten oder Asteroiden, um neue Erkenntnisse zur Entstehung von Universum, Sonnenssystem und Erde zu sammeln.

New Horizons

Ein Modell der Sonde New Horizons (Bild: NASA/Wikipedia – gemeinfrei)

Das erste Projekt, das 2006 gestartet und lange vorbereitet wurde, ist das Pluto-Projekt. Die Sonde New Horizons wurde am 19. Januar 2006 mithilfe einer Trägerrakete in Richtung Pluto entsandt und musste dabei einige Stationen absolvieren. Vor einer längeren Ruhephase, der sogenannten Winterschlafphase passierte die Sonde im Februar 2007 den Jupiter.

Eine weitere Mission im Rahmen des New-Frontier-Programms wurde 2011 gestartet. Die Sonde Juno ist auf dem Weg zum Jupiter, den sie im Juli 2016 erreichen wird. Weitere Missionen sind in der Planung und werden in den kommenden Jahren in Angriff genommen. Zunächst steht die Pluto-Mission im Fokus, die aktuell die Wissenschaftler beschäftigt und mit Spannung verfolgt wird.

New Horizons erreicht am 14. Juli 2015 den Pluto und nähert sich ihm bis auf 12.500 Kilometer an. Während des Vorbeifluges, bei dem verschiedene Daten des gesamten Systems gesammelt werden sollen, unter anderem auch Angaben zu den Monden und neue Fotos des Planeten, wird es keinen Kontakt mit der Sonde geben.

Zeitplan der Pluto Mission

  1. 19.01.2006: Start der Mission
  2. 13.06.2006: Vorbeiflug am Asteroiden 132524 APL
  3. 28.01.2007: Jupiter Swing-by
  4. 28.06.2007: Beginn des „Winterschlaf“-Modus
  5. 14.07.2015: Vorbeiflug und Datensammeln beim Pluto
  6. Verlauf 2016: Ende der Mission

Die Antennen sind fest montiert und eine spezielle Ausrichtung während der Sammlung der Daten würde nur Zeit und Energie kosten, die für die wissenschaftlichen Daten benötigt wird. Später, wenn die Mission abgeschlossen ist, erfolgt dann die Übertragung der gewonnenen Daten an die Erde. Mit neuen Bildern ist dann in den folgenden Tagen und Wochen zu rechnen, da die Übertragungsraten nur sehr gering sind.

Neue Bilder wird es dennoch geben, da bereits im Vorfeld Daten der Sonde gesammelt und an die Erdstation zur Auswertung gesendet wurden. Die neuesten Bilder sollen dann bis zum 20. Juli der Öffentlichkeit vorgeführt werden. Die gesamte Mission endet dann 2016, inwieweit die Sonde dann noch weitere Zwecke erfüllen kann und wird, steht noch nicht genau fest.

Der Pluto und seine Monde – Neue Erkenntnisse

Pluto

Zwergplanet Pluto (Bild: NASA/Wikipeida – gemeinfrei)

Der Pluto wird heute als Zwergplanet bezeichnet. Als er am 18. Februar 1930 entdeckt wurde, galt er zunächst als der neunte Planet unseres Sonnensystems. Nachdem sich im Kuipergürtel, in dem sich der Pluto befindet, weitere ähnlich große Objekte finden ließen, strich man ihm im Rahmen einer Neudefinition von Planeten jedoch aus dieser Liste und klassifiziert ihn seit 2006 als, den bisher größten bekannten, Zwergplanet.

Die Umlaufzeit des Planeten ist der Erde mit 366,73 Tagen sehr ähnlich, allerdings ist er mit einem Durchmesser von 2.370 Kilometern deutlich kleiner als die Erde. Bei einer geschätzten Durchschnittstemperatur von minus 230 Grad ist Pluto lebensfeindlich. Er besitzt insgesamt fünf Monde, von denen zwei erst in den Jahren 2011 und 2012 entdeckt wurden.

Pluto und seine Monde

Name Klasse entdeckt Größe (Durchmesser – Km)
Pluto Zwergplanet 1930 2.367 Km
Charon Mond 1978 1.208 Km
Nix Mond 2005 ca. 35 Km
Hydra Mond 2005 ca. 45 Km
Kerberos Mond 2011 nicht genau bekannt
Styx Mond 2012 nicht genau bekannt

Die Zusammensetzung von Pluto ist schwer zu bestimmen, es wird vermutet, dass er zu 70 prozent aus Gestein und zu 30 Prozent aus Wassereis besteht. Neben Pluto, dessen komplette neue Bezeichnung eigentlich (134340) Pluto lautet, ist nicht der einzige Zwergplanet im Kuipergürtel. Der bis vor Kurzem sogar für größere gehaltene (136199) Eris ist mit einem Durchmesser von 2.370 Kilometern nur minimal kleiner.

Neueste Forschung

Die NASA hat viele der obig genannten Erkenntnisse erst kürzlich gewonnen, sodass die Wissenschaftswelt durch die aktuelle Mission weitere völlig neue Erkenntnisse erhofft. Experten aus verschiedenen Gebieten wie Chemie, Physik, Mathematik und natürlich Astronomie sind gespannt, in welchen Bereichen neue Ansätze entstehen.

In diesem Zusammenhang gewinnen Jobs, insbesondere in den zukunftsträchtigen Naturwissenschaftszweigen, eine immer größere Bedeutung. Die Entwicklungen verlaufen so rasant, dass Fachkräfte benötigt werden, die sich den immer neuen Fragen widmen und ggf. auch lange geltende Erkenntnisse kritisch hinterfragen.

NASA Klasse 2013

NASA-Astronautenklasse 2013

Die erwähnten weiteren Missionen werden die Menschen in den kommenden Jahrzehnten beschäftigen, außerdem sind neben der NASA auch Raumfahrtmissionen anderer Länder wie Chinas, Indiens oder Russlands denkbar. Besondere mediale Aufmerksamkeit haben außerdem die Pläne zur Besiedlung des Mars erhalten.

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