Vom TV zum PC

Serien erobern das Internet

Breaking Bad Cast

Der Cast von „Breaking Bad“ (Bild: Josve05a/Wikipedia unter CC BY-SA 2.0)

Serien und ihre Bedeutung

Daily Soaps, im Deutschen auch gern als Seifenopern bezeichnet, sind in der deutschen Medienlandschaft vor allem Familien- aber auch Teenagerunterhaltung. Amerikanische Serien haben hinsichtlich humoristischer Aspekte dabei neue Einflüsse vermittelt und das Spektrum erweitert.

Lange Zeit haben außerdem Arztserien wie „Emergency Room“ oder „Greys Anatomy“ Millionen von Zuschauern vor den Apparaten gehalten. Mit dem Internet und der Möglichkeit die Staffeln auf DVD zu erwerben, hat das Medium Fernsehen abgenommen. Außerdem haben vor allem Bezahlsender begonnen, hochwertige Serien zu produzieren, die für viele Menschen erst über den Weg des Internets zugänglich wurden.

AMC ist beispielsweise ein Privatsender, der mit Filmen begonnen hat und durch mehrere Serien, die sehr hochwertig produziert wurden, neue Maßstäbe gesetzt hat. In allererster Linie ist hierbei „Breaking Bad“ zu nennen, aber auch mit der Nachfolgeserie „Better Call Saul“ und der Zombieserie „The Walking Dead“ erreichten die Macher Millionen Zuschauer und erarbeiteten sich eiserne Fans.

HBO-Serien (Auswahl)
Titel Genre Zeit
Sex and the City Drama/Comedy 1998-2004
Band of Brothers Drama/Krieg 2001
Entourage Drama 2004-2011
Rome Drama/Geschichte 2005-2007
Game of Thrones Drama/Fantasy seit 2011
Girls Comedy seit 2011
Silicon Valley Comedy seit 2014
The Brink Comedy seit 2015
Ballers Comedy seit 2015

Eine riesige Serienindustrie ist auch über den Fernsehsender HBO geschaffen worden, der zahlreiche Formate produziert hat und dessen Zugpferd die vielleicht populärste zeitgenössische Serie „Game of Thrones“ ist. Weitere sehr erfolgreiche Produktionen des Hauses sind „Sex and the City“ und „Band of Brothers – Wir waren wie Brüder“.

Netflix Karte

Netflix ist weltweit auf dem Vormarsch (Bild:Guybrush84/Wikipedia – gemeinfrei)

Streamingdienste im Internet

Die Entwicklungen laufen aktuell in folgende Richtung: Streamingdienste. Diese Dienste bieten für kleines Geld die Nutzung ihrer Portale über ein Kundenkonto an, mit dem zahlreiche Serien und Filme frei und rechtlich abgesichert angeschaut werden können. Und das alles in bester Sound- und Bildqualität.

Außerdem werden die jeweiligen Synchronisationen äußerst schnell hergestellt und auch das Schauen in Originalsprache ist für beispielsweise deutsche Serienfans möglich. Einige der größten Anbieter sind Netflix, Amazon Prime Instant Video und Maxdome. Maxdome allerdings ist wie beispielsweise auch WatchEver nur ein Anbieter, produziert jedoch keine eigenen Serien.

Bei Maxdome sind zahlreiche Serien der Pay-TV-Sender zu entdecken, vornehmlich abgedrehte Serien wie beispielsweise „Californication“, „Dexter“, „Hannibal“ oder auch viele Kinderserien. Amazon Prime Instant Video ist noch relativ neu im Geschäft und produziert Serien wie „Alpha House“, „betas“ und die neue Serie „Bosh“.

Alpha House – Straffel 2 Trailer

Netflix liegt, was die Produktion von Serien angeht, unangefochten auf Platz 1 der Streamingdienste. An Originalschauplätzen werden die einzelnen Folgen mit großen Aufwand gedreht besitzen eine Spieldauer in fertigem Zustand zwischen 40 und 60 Minuten je Folge. Die Produzenten haben bereits einige große Titel vorzuweisen und damit eine riesige Anhängerschaft generieren können. Zu den großen Titeln zählen unter anderem:

  • „House of Cards“ (laufend seit 2013)
  • „Orange is the new Black“ (laufend seit 2013)
  • „Marco Polo“ (laufend seit 2014)
  • „Bloodline“ (laufend seit 2015)
  • „Sense8“ (laufend seit 2015)

Die oben bereits erwähnte Serie „Hannibal“ lief in zwei Staffeln beim Sender NBC und wird mit der dritten Staffel vermutlich beendet werden. Fans in den USA und Deutschland sind traurig darüber, dass nach dem Aus bei NBC auch Amazon Prime Instant Video und Netflix eine Fortführung mit weiteren Staffeln abgelehnt haben.

Der Markt ist, was die Serien angeht sehr hart und durch eine innovative Idee und ein frisches Schauspieler-Ensemble lässt sich dieser Markt aufmischen. Es bleibt abzuwarten, wie die Entwicklungen im Streamingportalbereich weiter gehen und ob eventuell TV-Sender dem wieder Konkurrenz machen können.

Als alternative Plattform wird das Internet, allein wegen seiner günstigen Verfügbarkeit und der zeitlichen Unabhängigkeit, mit der die Folgen der Serien geschaut werden können, aber ein fester Bestandteil der Szene, vermutlich auf lange Sicht, bleiben.

House of Cards – Staffel 3 Trailer

Optionen

Drucken Drucken Schriftgröße Schrift vergrößern Schrift verkleinern Schriftgröße zurücksetzen
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (noch nicht bewertet)
Loading...Loading...

Kommentar abgeben