Werbefreies Modell gegen Abo

Wird Youtube bald kostenpflichtig?

Frau vorm Laptop

Youtube hat Hunderte Millionen Fans weltweit (Bild: shopWare AG/Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

Die Planungen hinter der Idee

Bereits seit vielen Monaten hatte Youtube angekündigt, ein Bezahlsystem einführen zu wollen. Dabei können die User entscheiden, ob sie ein monatliches Abo abschließen wollen und fortan ohne Werbung die Beiträge ansehen können oder ob sie wie bisher kostenlos auf Youtube bleiben wollen und dafür die Unterbrechungen durch Werbung etc. in Kauf nehmen.

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Youtube bietet Spaß für tausende Stunden (Bild: HaywireMedia – Fotolia.com)

Die Youtube-Partner, also beispielsweise Youtuber in den Bereichen Comedy, Mode und Styling, Games und Let’s Plays sollen an den Umsätzen prozentual beteiligt werden. Ihre Einnahmen sind im Gegensatz zu den Abo-Kosten des Users jedoch nicht festgelegt, sondern richten sich nach den Aufrufen ihrer Videos und müssen daher jeden Monat neu berechnet werden.

Ein weiterer äußerst entscheidender Punkt ist die Überlegung, den Youtube-Partnern freizustellen, welche ihrer Videos sie weiterhin für jeden ins Netz stellen und welche Videos sie nur für die Bezahl-User freigeben möchten. Dieser Umstand kann letztlich dazu führen, dass Nichtbezahler manche Videos auf Youtube überhaupt nicht mehr sehen können, was zu großem Unmut in der Youtube-Gemeinde führt.

Die Community

So ist die Community gemeinsam mit ihren Helden, den Youtubern, gefragt, wie am besten damit umgegangen werden kann. Viele Youtuber haben bereits angekündigt, zumindest ihre Videos alle frei bei Youtube zu veröffentlichen. Den echten Fans machen etwaige Werbeunterbrechungen dabei nichts aus.

Google als „Mutter“ von Youtube steht bei den Usern durchaus vielfach in der Kritik, bereits in der Vergangenheit wurde darüber spekuliert, ob Youtube oder andere Google-Angebote irgendwann kostenpflichtig werden. Noch vor zwei Jahren wurde diese Behauptung jedoch als Aprilscherz genutzt, der schon damals für Verwirrung sorgte, wie folgende Reaktion des Scherzenden verdeutlicht.

Pläne in den USA

Während die Umstellung von Youtube in Deutschland noch bis zum Ende des Jahres auf sich warten lässt, findet sie in den USA bereits seit Mitte des Jahres Anwendung. Dort ist sogar ein Preis von 9,99 US-Dollar pro Monat angegeben. In Deutschland ist ein genauer Termin, ein Preis, noch nicht einmal ein genauer Name für das Bezahlsystem bestätigt worden.

Angesichts der Länder, in denen das System bereits greift, kann man in Deutschland mit monatlichen Kosten von etwa 9,00 Euro rechnen, somit entsteht eine Paywall. Zum Angebot gehören den neben Videos, die werbefrei gezeigt werden dann auch die sogenannten Premiumvideos, die nur für Bezahlnutzer zur Verfügung stehen sowie Sendungen und Liveübertragungen zu speziellen Events.

 

Preisvergleich mit anderen Streamingportalen und Diensten

Portal Kosten Angebote/Inhalte
Netflix 7,99 Euro/Monat Netflix-Produktionen, Wii, Playstation, Xbox uvm.
Amazon Prime 4,08 Euro/Monat unbegrenztes Streaming, eigene Produktionen
Maxdome 7,99 Euro/Monat sehr große Serien- und Filmauswahl, LIVE-Stream uvm.
Watchever 8,99 Euro/Monat besonderes Serienangebot, Facebook-Verknüpfung
Spotify 9,99 Euro/Monat riesiges Musikangebot, Top-Qualität, Alben, Playlisten

 

Eine weitere Funktion ist die Möglichkeit, sich die Videos offline auf der eigenen Festplatte zu speichern. Ein anderes Angebot ist in Deutschland aufgrund rechtlicher Probleme noch nicht eingeführt worden, es handelt sich dabei um Youtube Music Key. Dieses Abo erlaubt das freie Anhören von Musik und ganzen Alben. Eine Betaversion läuft in anderen Ländern wie den USA schon länger.

Musik ist pures Lebensgefühl

Musik reizt oft mehr als Videos (Bild: afxhome – Fotolia)

Diese Option wäre die Antwort auf die zahlreichen Sperren durch die GEMA, die viele Youtube-Zuschauer tagtäglich verärgert, da die gerade von ihnen gesuchte Musik nicht angeschaut bzw. gehört werden kann. Die Qualität der Alben und Musikclips wird von höchster Qualität sein, wodurch Bezahler einen weiteren Vorteil erhalten.

Auf dem Smartphone kann die Musik über die Youtube-App sogar offline gehört werden und macht damit Musikdiensten wie Spotify Konkurrenz, der ebenfalls umstellte und mittlerweile etwa ein Drittel seiner Hörer zu den Bezahlern zählen darf, die ihren monatlichen Beitrag von 9,99 Euro bezahlen, um werbefrei Musik hören zu können und ihre eigenen Playlists zu verwalten.

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