Rasantes Wachstum

Datenvolumen am Smartphone: So viel verbraucht Deutschland

Haben Sie heute schon die News gecheckt oder sich über das Wetter informiert? Wenn ihre „Ja“ lautet, haben sie dies relativ sicher am Smartphone gemacht. Egal, ob auf dem Weg zur Arbeit oder in einer ruhigen Minute auf der Arbeit, dass Smartphone begleitet und erleichtert unseren Alltag. Aber natürlich ist das Smartphone nur durch den Anschluss an mobiles Internet so erfolgreich. Ohne den Einsatz von mobilen Daten wäre das Smartphone nur halb so schlau und würde nicht den beispiellosen Erfolgspfad einschlagen. Doch wie viel Daten verbraucht der durchschnittliche Deutsche User pro Monat eigentlich und wie rasant steigt der Verbrauch?

Handy-Modelle

Mit der Einführung der Smartphones stieg der mobile Datenverbrauch (Scanrail – Fotolia)

Rasanter Anstieg des Smartphone-Datenverbrauchs

Mit Beginn der statistischen Aufzeichnung im Jahr 2009 war das Surfverhalten noch gehemmt. Die Datentarife waren teuer, die Geräte noch wesentlich unregelmäßiger verteilt. Gerade einmal 29 Megabyte verbrauchten User pro Monat, ein Wert, der heute mit jedem Youtube-Video überboten wird. Im Jahr 2014 und damit fünf Jahre später ist die Menge an Daten enorm angestiegen. 283 Megabyte pro Monat verbrauchte jeder User – zehnmal mehr als vor fünf Jahren. Ebenfalls auffällig: Die Datenrate verdoppelt sich beinahe jährlich. Experten gehen davon aus, dass bereits 2016 die magische Marke von 500 Megabyte pro Monat und User erreicht wird.

Doch welche Dienste sind besonders datenintensiv und belasten den Handyvertrag mit Datentarif am meisten? Ganz vorne mit dabei ist natürlich Whatsapp. Der Instant-Messenger ist dabei aber weniger datenintensiv, wenn es ums reine Texten geht. Vielmehr saugt Whatsapp das Datenvolumen leer, wenn täglich viele Bilder versendet und empfangen werden. Auch Videos sorgen dafür, dass bereits Mitte des Monats viele Megabyte verbraucht wurden. Der hohe Verbrauch lässt sich auch mit der Verbreitung von Whatsapp erklären. Von Januar bis April 2015 stieg die Anzahl der Nutzer um 100 Millionen auf mittlerweile 800 Millionen User – damit ist Whatsapp der beliebteste Messenger.

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Mal schnell die neuesten News checken? Mit mobilem Internet kein Problem. (Bild: rangizzz / Fotolia.com)

Facebook: Soziales Netzwerk mit hohem Verbrauch

Ein zweiter großer Datensauger ist Facebook. Gerade die App ist dafür bekannt, enorm viele Megabyte pro Besuch zu verbrauchen. Selbstabspielende Videos, viele Bilder und aberwitzig viele Links sorgen dafür, dass das Datenvolumen hart in Mitleidenschaft gezogen wird. Da viele User das soziale Netzwerk mehrmals täglich besuchen, steigt der Verbrauch rasant, wenn man sich nicht gerade in einem WLAN befindet.

Weitere Datenvampire auf dem Smartphone:

  • Google Maps
  • Youtube
  • Spotify
  • Web-Browser
  • soziale Dienste

Doch was kann man tun, um den Datenverbrauch einzudämmen? Gerade an häufig besuchten Orten sollte versucht werden, einen WLAN-Zugang einzurichten. Weiterhin sollte nicht für jedes Programm eine App heruntergeladen werden. Gerade im Fall von Facebook ist die Web-App wesentlich sparsamer als die im App-Store vorhandene Version. Auch sollte überlegt werden, ob das mobile Internet wirklich immer an sein muss oder ob eine flexible Nutzung nicht effektiver ist. Gerade bei langen Fahrten wählt sich das Handy ständig in neue Zellen ein und verbraucht sowohl Akku- als auch Datenleistung.

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