Kleincomputer mit großen Möglichkeiten

Mediacenter mit dem Raspberry PI

Der Raspberry PI wurde ursprünglich für Informatikstudenten entwickelt. (Bild: Multicherry/Wikipedia unter CC BY-SA 4.0)

Der Raspberry PI wurde ursprünglich für Informatikstudenten entwickelt. (Bild: Multicherry/Wikipedia unter CC BY-SA 4.0)

Trotz smartem Fernseher mit Internetanschluss – den Raspberry finden viele besser

Zwar haben nahezu alle modernen TV-Geräte heute Abspielmöglichkeiten für Filme und Fotos von USB-Stick oder Festplatte eingebaut, aber komfortabler und viel flexibler ist ein richtiges Media-Center. Der Raspberry PI ist dafür ideal geeignet, erst recht seit der Raspberry PI 2 mit seinem Quad-Core-Prozessor und verdoppeltem Arbeitsspeicher auf dem Markt ist. Der Kleinstcomputer in Scheckkartengröße ist geradezu ideal, um sich mit dem Thema Media-Center am TV zu beschäftigen.

Am besten als Bausatz mit Gehäuse im Bundle

Die Anschaffung ist erstaunlich preiswert. Das aktuelle Modell Raspberry PI B 2 bekommt man bereits für unter 40 Euro. Dazu gehören dann noch ein Gehäuse, ein Netzteil und gegebenenfalls ein HDMI-Kabel. Für das Betriebssystem braucht man außerdem noch eine microSD-Karte – möglichst eine mit 8 Gigabyte der Klasse 10. Meist lohnt es sich, einen Bausatz zu kaufen, ein Bundle, in dem alles nötige Zubehör enthalten ist. Das ist oft noch ein paar Euro günstiger, als wenn man alles einzeln kauft. Die Einzelteile des Bausatzes sind zudem aufeinander abgestimmt. So ist sichergestellt, dass sie auch wie gewünscht im Zusammenspiel funktionieren. Eine große Auswahl des Raspberry PI mit allem gängigen Zubehör und diversen Bausätzen finden Sie auf diesen Seiten.

Mittels WLAN-Stick ist der Minicomputer auch mit dem Internet verbunden. (Bild: drubig-photo.com - Fotolia)

Mittels WLAN-Stick ist der Minicomputer auch mit dem Internet verbunden. (Bild: drubig-photo.com – Fotolia)

Nach der Hardware kommt die Software

Bei der nötigen Software offenbart sich ein weiterer Vorteil des Raspberry PI. Die Programme sind nämlich kostenlos. Das Betriebssystem basiert meist auf Linux, darauf aufgesetzt ist Kodi als Media-Center-Programm. Beim Wort Linux werden unerfahrene Anwender leicht nervös, denken viele doch gleich: Das ist nur etwas für Computer-Nerds. Aber die Programme installieren und aktualisieren sich vollautomatisch und der Anwender muss kaum selbst eingreifen. Man kommt als Anwender mit dem Linux gar nicht in Berührung.

Für Einsteiger ist Openelec besonders empfehlenswert. Bei dieser Software ist das zugrundeliegende Linux auf das Wesentliche beschränkt und daher für den Raspberry PI besonders gut geeignet. Bei der Gratis-Software handelt es sich um Open Source, sie wird von vielen freiwilligen Helfern fleißig gepflegt und mit Updates versorgt. Das eigentliche Media-Center in Openelec ist Kodi. In Kodi bekommt der Anwender ein persönlich anpassbares Media-Center mit allen Features. Darüber lassen sich Videos, Fotos und Musik am TV abspielen.

Wenn man den Raspberry zusätzlich über einen WLAN-Stick online bringt, bietet sich ein weiterer interessanter Nebenaspekt: Kodi kann nun alle Filminformationen wie Filmplakat, Cover und Inhaltsangabe automatisch aus dem Internet beziehen und ansprechend auf dem Bildschirm darstellen. Für viele aber der wichtigste Punkt bei dieser Media-Center-Lösung: Man braucht mit der Kombination Openelec und Raspberry PI keine weitere Fernbedienung. Ein besonderer Treiber macht’s möglich. Alle neueren TV-Geräte können über das HDMI-Kabel mit angeschlossenen Geräten kommunizieren. Dadurch kann man den Raspberry PI ganz bequem mit der Fernbedienung des Fernsehers steuern. Gute Unterhaltung!

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