Sicherheit von morgen

Robocop und Killerroboter sind nicht mehr nur Science Fiction

Roboter, die in den Weltraum fliegen oder die Tiefsee ergründen, sind heute gängige Praxis.

Auch bei gefährlichen Aufgaben wie Bombenentschärfung werden sie eingesetzt und Schritt für Schritt sollen die mechanischen Helfer auch Einzug in unser alltägliches Leben halten.

Während in Deutschland noch darüber diskutiert wird, ob Roboter für Pflegeaufgaben geeignet sind, hat der südkoreanische Technologieriese Samsung aber ganz andere Aufgaben für die Blechgesellen vorgesehen.

Entschuldigung Officer!

Wie der Korean Herald in seiner Online-Ausgabe vom letzten Donnerstag berichtet, hat die Firma jetzt mechanische Wächter für südkoreanische Gefängnisse entwickelt. In elegantem Gelb-Weiß gehalten und mit Polizeiabzeichen versehen, sollen ab nächsten Frühling 3 Prototypen ihren Dienst antreten.

Auf vier Rädern soll der Roboter dann durch die Gänge von Strafanstalten patrouillieren. Seinen Kameras entgeht dabei nichts und die Analysesoftware soll bedrohliche Situationen selbstständig erkennen und an das Wachpersonal melden.

Doch auch den Gefangenen soll der 1,5 Meter große und 70 Kilogramm schwere Mechanoid das Leben erleichtern. Haben diese ein Problem, können sie über Mikrofon und Lautsprecher mit den Wärtern in Kontakt treten.

Ziel erfasst und feuerbereit

Für Samsung ist dies nicht der erste Ausflug in das Robot-Business. Bereits im Jahre 2007 machte der Konzern Schlagzeilen mit der Entwicklung eines „Killer-Roboters“.

Dieser sollte an der Grenze zum nordkoreanischen Nachbarn zum Einsatz kommen. Seine hoch entwickelten Sensoren ermöglichten ihm, seine Ziele bis auf vier Kilometer Entfernung am Tag und zwei in der Nacht zu erkennen. Bis zur Hälfte dieser Entfernung war es außerdem möglich, gleich mehrere potenzielle Gegner zu identifizieren und zu verfolgen.

Die wahlweise Ausstattung mit Sturmgewehr, leichtem Maschinengewehr oder Gummigeschossen sollte den Roboter zu einer flexibel einsetzbaren Angriffswaffe machen. Ebenfalls integrierte Tränengasgeschosse waren zur Verteidigung im „Nahkampf“ vorgesehen.

Nachdem zwei Prototypen ein Jahr lang getestet wurden, viel das Urteil – „unfit for combat“ also ungeeignet für den Kampf.

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