Peinlichkeiten im Internet

Neue Software prüft Online-Reputation

Internet

Das Internet hat die menschliche Kommunikation revolutioniert (Bild: aboutpixel.de / Thorwald Hoffmann)

Noch vor wenigen Jahren war eine gute Reputation nur für Personen mit großer Verantwortung wie Politiker oder Ärzte von Bedeutung. Heute muss sich jeder um seinen Ruf sorgen, denn das Internet hat nicht nur die Kommunikation revolutioniert, sondern auch die Rolle von Öffentlichkeit im Leben jedes Einzelnen verändert

Jugendsünden können zum Verhängnis werden

Kaum jemanden bleiben Fettnäpfchen und Peinlichkeiten ein Leben lang erspart. Das war schon immer so. Früher entwuchsen Lausbuben jedoch den Kinderschuhen und Jugendsünden gerieten in Vergessenheit. Dann konnte man trotz früherer Verfehlungen noch ein rechtschaffener Erwachsener werden. Doch die Zeiten haben sich geändert. Alle Fußabdrücke, die man heutzutage im Internet hinterlässt, können einem zum Verhängnis werden.

Das Internet hat die menschliche Kommunikation revolutioniert. Facebook, Twitter, YouTube und Co werden, so orakeln Medienwissenschaftler schon länger, alte Unterhaltungsmedien früher oder später ganz ersetzen. Die Möglichkeiten sind bereits heute beinahe grenzenlos. Internetnutzer können sich weltweit vernetzen und innerhalb von Sekunden Fotos, Videos und Meinungen um den Erdball schicken. Wer allerdings leichtsinnig mit diesen Möglichkeiten spielt, gibt vielleicht zu viel von sich preis.

Betriebe prüfen Bewerber im Internet

Wer früher bei einem Schokokuss-Wettessen gewann und dabei gefilmt wurde, brauchte sich deshalb keine Gedanken über die Zukunft machen. Wer hingegen heute mit Sahne und Schokolade beschmiert und Schokokuss mampfend bei YouTube zu sehen ist, schreckt möglicherweise den ein oder anderen Personalverantwortlichen ab. Viele Betriebe prüfen Bewerber heute im Internet und lassen sich von den Ergebnissen beeinflussen.

Partyluder? Ein schlechter Ruf im Internet kann der Karriere schaden (Bild: obs/Reputeer GmbH & Co.KG)

Professionelle Hilfe für den Online-Ruf

Peinliche Videos bei YouTube, unbedachtes Gezwitscher bei Twitter oder mangelnde Präsenz im Business-Netzwerk XING – All das kann heutzutage der Karriere schaden. Wer sich um die eigene Online-Reputation sorgt, kann diese seit April 2011 professionell überprüfen lassen.

Bei der Firma Reputeer kann man für 89 Euro die eigene Darstellung im Internet mit Hilfe einer Software analysieren und von Experten bewerten lassen. Wenn das Ergebnis des „Online Reputation Summary“ nicht zufriedenstellend ist, gibt es auch die Möglichkeit langfristiger Beobachtung und Optimierung der Online-Reputation.

Ein beschädigter Ruf ist schwer zu reparieren

Einen beschädigten Ruf im Internet zu reparieren ist nicht einfach. Einen Website-Betreiber zu bitten etwas von seiner Seite zu nehmen, ist ziemlich aussichtslos. Daher ist es meist sinnvoll gezielt andere Beiträge für ein positiveres Bild zu veröffentlichen.

Dadurch können die unerwünschten Inhalte etwas weiter hinten in der Trefferliste von Google auftauchen und von dort aus weniger Schaden anrichten. Wenn das Schokokuss-Video erst auf der dritten statt der ersten Seite von Google angezeigt wird, sind die Chancen, dass es übersehen wird größer. Außerdem könnten die vielen positiven Beiträge davor, den Personalverantwortlichen vielleicht über etwas Sahne und Schokolade hinwegsehen lassen.

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