Energiekosten senken

Aktiv sparen durch Passivhäuser

Mit energieeffizienten Geräten, richtigem Lüften und einigen anderen Tricks kann die Umwelt und den eigenen Geldbeutel entlastet werden. Wer über einen Hausbau nachdenkt, kann im neuen Zuhause jedoch richtig sparen. Durch moderne Bauweisen sind Häuser möglich, die sich zum Teil selbst mit Energie versorgen.

passivhaus

Energie sparen im Passivhaus: Schematischer Aufbau (Bild: Passivhaus Institut / MartinThoma)

Energiekosten sparen durch Passivhäuser

Bevor sich der stolze Eigenheimbesitzer jedoch von hohen Nachzahlungen für Nebenkosten verabschieden kann, muss erst mal etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden.

Durch ein sogenanntes Passivhaus kann zwar eine Einsparung der Wärmeenergie von bis zu 90 Prozent erreicht werden, für das Bauvorhaben sollten jedoch mindestens fünf bis 15 Prozent Mehrkosten eingeplant werden.

Wärmedämmung und kontrollierte Lüftung

Diese Ausgaben sind vor allem für eine besonders gute Wärmedämmung nötig, die auch einen Großteil der Energieeffizienz bewirkt. Passivhäuser werden mit dichten Gebäudehüllen umschlossen, die Wärme nicht entweichen lassen. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung sorgt für die nötige Frischluft.

Das Haus kühlt durch die Lüftung jedoch nicht aus, denn ein Großteil der Wärme wird aus der Abluft gewonnen und der Zuluft zugeführt. Alle Räume haben dadurch stets frische Luft und eine konstante Temperatur. Durch das kontrollierte Lüften ist Schimmelbildung an den Wänden eines Passivhauses nahezu unmöglich. Im Sommer kann das Haus durch die Lüftung zudem gekühlt werden.

Körperwärme als Heizung

Die Wärmeenergie wird also aus passiven Energiequellen, die namensgebend für diese Bauweise sind, erzeugt. Die zusätzliche Beheizung wird beispielsweise aus Körperwärme, durch elektrische Geräte erzeugt Hitze oder Solarenergie gewonnen. Der verbleibende Wärmebedarf für Heizung und Warmwasser kann aus verschiedenen Quellen bezogen werden. Wärmepumpen und elektrische Zusatzheizungen sind dabei häufig.

Die Idee des Passivhauses aufgreifend wurde das Nullenergiehaus entworfen. Vor allem durch sehr gut gedämmte, meist dreifach verglaste Fenster und eine optimale Ausnutzung der Sonnenenergie, produziert es im Jahresdurchschnitt ebenso viel Wärmeenergie, wie es verbraucht. Plusenergiehäuser produzieren sogar mehr Wärme, als sie benötigen. Energieautarke Häuser beziehen weder Strom noch Wärme von externen Anbietern und können sich selbst versorgen.

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