Der eingebildete Kranke?

Männer melden sich häufiger krank

Wer Zeit für zum Kisten schleppen oder Wohnung malern braucht, dem kommt eine Krankschreibung manchmal nicht ungelegen. Wenn der Chef davon Wind bekommt, kann es allerdings Ärger geben. Laut einer aktuellen Umfrage erledigt die Mehrheit der Deutschen Arbeiten rund um Haus und Hof deshalb lieber außerhalb der Arbeitszeiten.

Deutsche machen selten blau

Die Deutschen sind bei der Arbeit so ehrlich wie ihr Ruf, das hat das Immobilienportal Immowelt bei einer Umfrage zum Thema blaumachen herausgefunden: Nur 4 Prozent der Befragten haben sich schon einmal krankschreiben lassen, um Arbeiten rund um Haus und Hof zu erledigen. Wenn sich Arbeitnehmer doch mal einen zusätzlichen Tag freinehmen, ist der häufigste Grund dafür der Umzug, gefolgt von Renovierungs– und Hausarbeiten.

Besonders rechtschaffen sind hierbei allerdings die älteren Menschen, nur 1 Prozent der über 60-Jährigen hat schon einmal mit Attest geschwänzt. Die 18- bis 29-jährigen stellen der Umfrage zufolge die unzuverlässigste Altersklasse, 11 Prozent von ihnen haben bereits blau gemacht.

Zudem sind Frauen beim Schwänzen bedeutend zögerlicher als Männer, 95 Prozent von ihnen gaben an, das noch nie getan zu haben. Bei den Männern waren es nur 91 Prozent.

Männer erkranken schwerer

Das ist nicht der einzige Grund, aus dem Männer häufiger der Arbeit fern bleiben. Sie machen nicht nur öfter krank, sie leiden auch mehr als Frauen, wenn die Grippewelle sie wirklich mal erwischt.

Viele Frauen werden jetzt sagen, das hätten sie schon lange gewusst. Doch das Leid der Männer ist nicht nur auf Wehleidigkeit und den Wunsch nach Fürsorge, sondern auf eine schwache Immunabwehr zurückzuführen.

Das Männermagazin Men’s Health berichtet, dass Forscher der Londoner Queen Mary Universität dem Geheimnis männlichen Leidens durch Experimente mit Mäusen auf dem Grund gegangen sind. Ihren Ergebnissen zufolge reagiert das weibliche Immunsystem schneller und effizienter auf Infekte, weil der Körper mehr weiße Blutkörperchen hat.

Weiße Blutkörperchen leisten einen wichtigen Beitrag zur Immunabwehr. Da der männliche Organismus schlechter mit diesen Killerzellen ausgestattet ist, verlaufen Krankheiten bei Männern immer gravierender. Infolge dessen fühlen sie sich natürlich kränker und brauchen etwas mehr Pflege, wenn sie erkältet sind.

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