Umsatz und Gewinn – Apple bricht alle Rekorde
25. Januar 2012
Apple ist so erfolgreich wie noch nie. Eine unglaubliche Nachfrage nach den neuen iPhones und den iPads hat den Gewinn allein im Weihnachtsquartal auf 13,1 Milliarden Dollar hochschnellen lassen. Mit umgerechnet 10,1 Milliarden Euro konnte das Unternehmen seinen Umsatz aus dem Vorjahr verdoppeln. Doch der Konzern mit dem Apfel ruht sich auf diesen Zahlen nicht aus.
Konkurrent Microsoft abgehängt
Mit den Rekordverkäufen der Weihnachtszeit konnte Apple vor allem den Konkurrenzkampf mit Microsoft für sich entscheiden. Der über Jahre bestverdienende aller Technologiekonzerne hat im gleichen Zeitraum die Hälfte verdient. Google kam nicht mal auf ein Viertel.
„Das ist Wahnsinn“, so die ersten Worte der Börsianer zu diesem Ereignis. Der Konzern übertraf die Erwartungen der Analysten bei Weitem. Nachbörslich schoss die Aktie um acht Prozent hoch.
Apple mehr als zufrieden
Apple hat 37,0 Millionen seiner iPhone-Handys verkauft und damit den bisherigen Rekord von 20,3 Millionen sensationell überboten. Die Zahlen zeigen, dass Apple im Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Android-Smartphones die Nase weiterhin vorn hat. „Wir könnten nicht zufriedener sein“, sagte der neue Konzernchef Tim Cook in einer Telefonkonferenz. Der Erfolg ist vor allem dem neuen iPhone 4s zu verdanken. Viele Kunden hatten auf die Neuerung gewartet und dann zugeschlagen.
„Wir sind begeistert von diesen überragenden Ergebnissen“, erklärte Cook. Der Erfolg der Smartphones schlägt sich allerdings auf die Nachfrage nach den iPod-Musikspielern um, deren Verkauf um 21 Prozent auf 15,4 Millionen zurückging. Viele Menschen nutzen mittlerweile lieber ihr Handy zum Musikhören.
iPad weiter ohne Konkurrenz
Beim iPad brach Apple mit 15,4 Millionen verkauften Exemplaren alle Rekorde. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Cook sieht den Tabletcomputer bei solchen Verkaufszahlen weiterhin ohne Konkurrenz. „Ich habe auf die Zahlen geschaut, nachdem Amazon seinen Kindle Fire in den USA herausgebracht hat. Ich habe keine Ausschläge nach oben oder unten gesehen“, so Cook.
Auch Mac-Computer waren der Renner mit 5,2 Millionen Verkäufen, was einem Zuwachs von 26 Prozent entspricht. Mit diesen Verkäufen kann der Konzern als drittgrößter Computerhersteller der USA in seinem Heimatland dem Marktführer Windows-PC die Stirn bieten. Weltweit schafft es Apple nach Zahlen der Marktforschungsfirma Gartner indes noch nicht in die Topliga.
Technische Highlights und Zukunftspläne
„Apple ist unglaublich stark unterwegs, und wir haben noch einige erstaunliche Produkte in der Hinterhand“, sagte Cook. Details nannte er nicht. Immer wieder wird über einen Apple-Fernseher spekuliert.
In dem Bereich bietet Apple bislang nur das Apple-TV, einen kleinen Kasten, der Fernsehsendungen oder Spielfilme aus dem Internet lädt und auf den Fernseher überträgt.
„In Sachen Umsatz und Verkaufszahlen ist das für uns immer noch ein Hobby“, so Cook. Fast schon sicher scheint dagegen, dass noch im Frühjahr die neue und damit dritte Version des iPad auf den Markt kommt. US-Medien zufolge ist die Produktion bereits angelaufen.
Cook kann überzeugen
Der Umsatz im ersten Geschäftsquartal stieg angesichts der Rekordverkäufe um 73 Prozent auf 46,3 Milliarden Dollar, umgerechnet auf 35,6 Milliarden Euro. Apple hat nun 97,6 Milliarden Dollar in bar oder in Wertpapieren auf der hohen Kante liegen. Damit stieg der Kassenbestand binnen lediglich drei Monaten um 16,0 Milliarden Dollar.
Chef Tim Cook dürfte mit dieser Rekordsumme auch die letzten Zweifler von seinem Können überzeugt haben. Es war sein erstes volles Quartal als Kopf von Apple. Firmengründer Steve Jobs war am 5. Oktober im Alter von 56 Jahren nach einem langen Krebsleiden gestorben. Zuvor hatte er das Geschäft endgültig an Cook übergeben. Jobs’ Tod hatte die Fans weltweit erschüttert. Cook war zuvor schon für das Tagesgeschäft verantwortlich gewesen.
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