Helau und Alaaf

Von Karneval bis Fasching: Die Narren sind los!

Die fünfte Jahreszeit steht an. Der Karneval begann zwar bereits am 11. November um 11:11 Uhr, doch dann legte er zugunsten der besinnlichen Winterzeit eine kleine Pause ein. Erst seit Anfang Janur gibt es wieder Karnevalssitzungen und in der Weiberfastnacht, in diesem Jahr dem 16. Februar, beginnen in ganz Deutschland die richtig tollen Tage.

Von der Weiberfastnacht zum Aschermittwoch

Kölner Rosenmontagszug

Wagen beim Kölner Rosenmontagszug (Bild: Rolf Hahn)

Das Rheinland ist bekanntlich besonders karnevalsbegeistert. Dort wird ab dem Donnerstag vor Aschermittwoch um 11:11 Uhr in den meisten Betrieben nicht mehr gearbeitet.

Stattdessen feiern die Menschen zur Weiberfastnacht kostümiert in Straßen und Kneipen nicht selten ein feuchtfröhliches Fest. Wie der Name schon sagt, ist dies besonders ein Fest der Frauen, die die Gelegenheit nutzen und Männern ihre Krawatten abschneiden.

In den folgenden Tagen finden vielerorts in Deutschland große Karnevalssitzungen und -umzüge statt, bei denen Büttenreden, Tanz und Musik für ausgelassene Stimmung sorgen. Der Höhepunkt der Feierlichkeiten ist der Rosenmontagszug, der in Köln seinen Ursprung hat. Dort fand er erstmals am 10. Februar 1823 statt und ist bis heute im rheinischen Karneval weit verbreitet.

Aber auch in vielen anderen Städten finden große Veranstaltungen statt. Eine der berühmtesten Sitzungen ist die Mainzer „Fassenacht“, die durch die Fernsehübertragungen der Sitzungen landesweit bekannt ist. Den größten Faschingsumzug Süddeutschlands gibt es in Würzburg. Im ganzen Land werden Kostümfeste für Kinder veranstaltet.

Völlerei und Verzicht

Die närrische Zeit endet um Mitternacht am Aschermittwoch. An diesem Tag beginnt in christlicher Tradition die 40-tägige Fastenzeit vor Ostern. Die Karnevalsfeiern haben sich aus dem Brauch entwickelt vor dem Fasten noch einmal ordentlich aufzutischen und dabei die verderblichen Lebensmittel zu verbrauchen.

Davon wurden auch viele Begriffe abgeleitet. So bezeichnete „Fastnacht“ ursprünglich den Vorabend der Fastenzeit, während Vorläufer des Wortes „Fasching“ vom letzten Ausschank vor dem Verzicht abgeleitet sind.

Auch wenn heutzutage nur wenige Menschen tatsächlich fasten, gibt es zum Karneval noch immer besonders fettreiches Essen, wie Eier, Speck und Schmalzkuchen, das ursprünglich über den folgenden Verzicht hinwegtrösten sollte.

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