„Blue Marble: Next Generation“

NASA rückt die Erde ins schönste Licht

Es ist einer der atemberaubendsten Anblicke überhaupt, die Erde aus der Ferne betrachtet. Live war er bisher nur wenigen Menschen vergönnt. Alle „Nicht-Astronauten“ konnten sich lediglich an Bildern ergötzen. Eins der bekanntesten wurde vom US-amerikanischen Raumfahrzeug Apollo 17 im Jahre 1972 geschossen. Die Sonne im Rücken zeigt es unseren Planeten in bestem Licht.

Die Erde: mit hoher Präzession auf den Chip gebannt

Passend zum 40. Jahrestag erfolgt nun ein Remake des Klassikers. Das Projekt „Blue Marble: Next Generation“ nutzt Bilder des Satelliten „Suomi NPP“. Genau wie die Apollo-Kapsel vor, hat auch dieser die Sonne im Rücken, denn „Suomi NPP“ befindet sich auf einem sonnensynchronen Orbit.

Die einzelnen Fotos setzen NASA Spezialisten dann zu einem Bild unserer Erde zusammen, dass in seiner Detailgenauigkeit alles bisher da gewesene in den Schatten stellt. Die räumliche Auflösung liegt bei sage und schreibe 500 Metern.

 

Die Erde im September

Detailreich wie noch nie - Unsere Erde (Bild: Reto Stockli, NASA Earth Observatory)

 

Dabei wurden Wolken und sonstige „Störungen“ entfernt, um einen ungetrübten Blick auf unsere Heimat zu gewährleisten.

Was der fotointeressierte Leser als sogenanntes High Dynamic Range Bild (kurz HDR) kennt, zählt auch die NASA zu den bedeutendsten Verbesserungen des „Blue Marble“ Projektes. Wie auf der Homepage berichtet wird, wurden erheblich Fortschritte bei der Darstellung großer Kontrastunterschiede gemacht.

Es ist es gelungen, dunkle Flächen wie Regenwälder detailreich darzustellen, ohne aber dabei die Zeichnung in sehr hellen Flächen, wie Gletschern, zu verlieren.

Außerdem sorgten Verbesserungen in der Bildbearbeitung für eine realistischere Darstellung spiegelnder Flächen, wie zum Beispiel Salzseen.

Es bleibt trotz allem Platz für Verbesserungen

Trotzdem weißt die NASA auf einige Einschränkungen des Bildmaterials hin. So kann es in Bereichen der Ozeane noch zu Bildrauschen kommen. Auch werden die Meere unabhängig von ihrer Tiefe im gleichen Blauton wiedergegeben. Und auch Wolken in tropischen Gebieten können noch die Sicht auf den Boden versperren.

Doch trotz allem sind die Bilder schon jetzt ein Gewinn für die Wissenschaft und nicht nur für Fotobegeisterte äußerst erbaulich.

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