Zwischen Bullerbü und Nangijala

Astrid Lindgren: Pippis Mutter ist unsterblich

Am vergangenen Samstag jährte sich der Todestag von Astrid Lindgren zum zehnten Mal. Doch auch heute ist die beliebte Kinderbuchautorin längst nicht in Vergessenheit geraten, denn sie beglückt noch immer viele Kinder weltweit mit ihren Geschichten.

Pippi, Michel und Co.

Astrid Lindgren erfand die berühmte Pippi Langstrumpf. Pippi lebt mit einem Äffchen und einem Pferd in der Villa Kunterbunt. Mit den Nachbarskindern Tommy und Annika erlebt sie zahlreiche Abenteuer, bei denen Erwachsenen und Bösewichten nicht selten Lektionen erteilt werden.

Das freche Mädchen mit den roten Zöpfen ist wahrscheinlich die bekannteste Heldin der schwedischen Kinderbuchautorin, doch sie ist längst nicht die Einzige. Michel aus Lönneberga, Ronja Räubertochter und die Kinder aus Bullerbü sind weitere von Lindgrens fantasievollen Kinderbüchern.

Kinderbücher über Idylle und Tod

Inspiration für viele ihrer abenteuerlichen Geschichten fand sie in ihrer eigenen Kindheit, die sie immer als besonders glücklich beschrieb. Astrid Lindgrens Biografin Margareta Strömstedt zufolge inspirierte es sie ebenso sehr, dass sie ihren neugeborenen Sohn im Jahr 1926 für vier Jahre in eine Pflegefamilie geben musste.

So widmete sich Lindgren verschiedenen Themen. Es gibt natürlich witzige Geschichten, wie die von Pippi und die harmlosen Kinderstreiche in den ländlichen Idyllen Lönneberga und Bullerbü. Astrid Lindgren nimmt sich aber auch ernsteren Themen wie Einsamkeit in „Mio, mein Mio“ oder sogar dem Tod in „Die Brüder Löwenherz“ an.

Die Geschichte von den Brüdern Löwenherz kann Kindern Trost spenden und ihnen helfen die Angst vor dem Sterben zu überwinden. Es handelt von zwei Brüdern die sich nach ihrem Tod im Abenteuerland Nangijala wieder treffen und auch von dort aus geht die Reise weiter.

Ein Beinbruch für Pippi

Zum Schreiben kam Astrid Lindgren eher zufällig, als sie schon 37 Jahre alt war. Ihre Tochter Karin lag damals krank im Bett und bat um eine Geschichte über „Pippi Langstrumpf“, die sich Astrid Lindgren dann erdachte. Doch erst als sie mit einem gebrochenen Bein selbst das Bett hüten musste, brachte sie Pippis Abenteuer zu Papier.

Insgesamt gibt es mehr als 70 Bilder-, Kinder- und Jugendbücher von Astrid Lindgren, die ihr Andenken noch lange Zeit erhalten werden. Alle Kinder sind eingeladen von Pippi und Co. zu lernen, das singt die Heldin schließlich auch in ihrem Lied: „3 x 3 macht 6 – widdewidde / Wer will’s von uns lernen? / Alle groß und klein – trallalala lad‘ ich zu uns ein“.

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