Minus 23 Grad

Deutschland friert ein – Hoch „Cooper“ beschert kälteste Nacht des Winters

Die schöne Seite von Schnee und Kälte (Bild: aboutpixel.de - WilliTheBee)

Kälte bleibt Deutschland erhalten

„Es bleibt vorerst noch kalt“, sagte Meteorologin Dorothea Paetzold am Freitag. Auch am Wochenende werden die Temperaturen im bisherigen Minusbereich liegen.

Freuen können sich jedoch Wintersportler und Kinder. Ein Tief über der Ostsee soll am Samstag und Sonntag Schnee über Norddeutschland bringen.

Während das Land von einer Eisschicht bedeckt ist, verhindert der eisige Wind vielerorts ein Einfrieren der Seen. So bricht der Wind die Eisdecke auf und treibt die Schollen Richtung Ufer.

Hoch „Cooper „sorgt für zahlreiche Unfälle

Aufgrund der Schneeglätte kommt es landesweit zu zahlreichen Verkehrsunfällen. In Potsdam zählte die Polizei am frühen Freitagmorgen zwischen sechs und sieben Uhr 30 Unfälle in Brandenburg, berichtete die Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung am Freitag.

Am Mittwoch (1. Februar) musste der ADAC insgesamt zu 22.721 Pannen ausrücken – ein Rekordtag für die gelben Engel. Die zweistelligen Minusgrade sorgten dafür, dass mehr als 9.000 Anrufe pro Viertelstunde beim ADAC eingingen. Im Vergleich zu einem durchschnittlichen Mittwoch haben sich die Aufträge mehr als verdoppelt.

Extremtemperaturen
-89,2 °C 21. Juli 1983 Wostok-Station Antarktis
-72,1 °C 1926 Oimjakon in Russland
-65,9 °C 9. Januar 1954 Wetterstation North Ice Grönland
-59,0 °C Provinz Jämtland Schweden
unter -57 °C Winter 1999 Lappland Schweden

Kältewelle fordert Menschenleben

Schnee und tiefen Temperaturen sorgen nicht nur für kalte Nasen und glatte Straßen, sondern bringen weitaus größere Gefahren mit sich.

In Sachsen-Anhalt starb eine Frau während des Eisbadens. Der beliebte Sport, der vor allem in Skandinavien viele Anhänger hat, wurde der älteren Frau zum Verhängnis. Die Rettungskräfte konnten nur noch die Leiche bergen.

Das sibirische Hoch „Cooper“ setzt vor allem Mittel-und Ostereuropa extrem zu. So wurden etwa in der polnischen Stadt Stuposiany Temperaturen von minus 32 Grad gemessen. Die Kältewelle fordert vor allem in Osteuropa zahlreiche Tote.

In der Ukraine stieg die Zahl mittlerweile auf über 20. In Russland sollen laut offiziellen Angaben im Januar 64 Menschen erfroren sein. Zudem werden Tausende wegen Unterkühlung und Erfrierungen in die Krankenhäuser eingeliefert.

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