Schutzschild für die Erde

NEO-Shield soll die Erde vor Asteroiden schützen

Asteroid trifft Erde

Ein Asteroid trifft die Erde - künstlerische Darstellung (Don Davis / gemeinfrei)

Jeden Tag stürzen aus dem Weltraum Körper mit einer Gesamtmasse zwischen 1.000 und 10.000 Tonnen auf unseren Planeten.

Die meisten sind dabei nicht größer als ein Staubkorn und hinterlassen allerhöchstens eine Sternschnuppe am Himmel.

Einige größere schaffen es durch die Atmosphäre und erreichen als Meteorite den Erdboden.

Doch hin und wieder kreuzt ein wesentlich mächtigerer Körper die Bahn unsere Planeten und stürzt von der Atmosphäre wenig beeindruckt zu Boden. Dort reißt er dann einen Krater und verwüstet das Umland.

Ob Nördlinger Ries oder Barringer Krater in Arizona, Spuren solcher Einschläge finden sich überall auf der Erde.

Volkszählung im All

Da schon der Einschlag eines etwa 50 Meter durchmessenden Asteroiden eine Stadt ausradieren könnte, suchen weltweit Experten den Himmel nach gefährlichen Objekten ab.

Besonders die sogenannten erdnahen Objekte (kurz NEO) stehen hierbei im Mittelpunkt des Interesses. Dabei handelt es sich um Asteroiden oder Kometen, deren Bahn der Erdbahn sehr nahe kommt oder diese auch kreuzt.

Etwa 8.000 NEOs sind bis heute bekannt und jeden Monat kommen etwa 70 neue hinzu, so das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Gerüstet für den Ernstfall

Doch was tun, wenn sich eine Neuentdeckung als potenzielle Bedrohung für unseren Blauen Planeten entpuppen sollte? Genau hier soll das neue NEO-Shield Programm ansetzen. Unter Leitung des DLR arbeiten Europäer, Amerikanern und Russen an Strategien, einen möglichen Einschlag zu verhindern.

Dafür stellt die Europäische Union bis 2015 insgesamt 4 Millionen Euro bereit. Die Partner beteiligen sich ihrerseits mit weiteren 1,8 Millionen Euro.

Für die Abwehr kleinerer Körper werden zurzeit sogenannte kinetische Impaktoren favorisiert. Das sind im Prinzip Raumsonden, die auf das gefährliche Objekt stürzen und es damit von seinem Kollisionskurs abbringen.

Aber auch sanftere Ansätze werden diskutiert. So könnte ein Satellit allein durch seine Masse einen Asteroiden anziehen und aus der Bahn bringen. Doch dieses Manöver kann unter Umständen Jahre beanspruchen.

Soll es schneller gehen oder ist das Objekt sehr groß, wird wohl am Einsatz von Atomwaffen nichts vorbeigehen.

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