Internationale Filmfestspiele Berlin

Berlinale 2012: Die Bären-Jagd ist eröffnet

Berlin als Nabel der Filmwelt

Das größte Publikumsfestival der Filmbranche darf sich auch in diesem Jahr über regen Zulauf internationaler Prominenz freuen. Auf dem roten Teppich vor dem Berlinale Palast am Potsdamer Platz werden unter anderem Uma Thurmann, Shah Rukh Khan, Keanu Reeves, Billy Bob Thornton, Isabelle Huppert und Angelina Jolie erwartet.

Letztere präsentiert in Berlin mit „In The Land Of Blood And Honey“ ihr Erstlingswerk als Produzentin und Regisseurin und setzt dabei auf eine tragische Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des Jugoslawien-Krieges.

Abseits von Blockbustern und Mainstream sind auch die meisten anderen Festivalfilme einzuordnen, die sich in diesem Jahr vor allem mit unterschiedlichen Lebensentwürfen, Staatsaffären und tragischen Liebesbeziehungen beschäftigen. Der Beliebtheit beim filminteressierten Publikum tut dies jedoch keinen Abbruch, denn nach 300.000 verkauften Eintrittskarten im letzten Jahr, werden auch 2012 ausverkaufte Kinosäle und zahlreiche Fans am roten Teppich erwartet.

Französische Revolution zum Auftakt

Zum Auftakt des Festivals darf sich zunächst die aus Deutschland stammende und mittlerweile international erfolgreiche Schauspielerin Diane Kruger im Scheinwerferlicht sonnen, denn im Eröffnungsfilm „Leb wohl, meine Königin!“ mimt sie die von der aufkommenden Revolution gebeutelte Königin Marie-Antoinette.

Zusammen mit 17 anderen bisher noch nicht gezeigten Filmen stellt sich das Revolutionsdrama dem Urteil der internationalen Jury, zu der in diesem Jahr unter anderem Charlotte Gainsbourg, Barbara Sukowa, François Ozon und Jake Gyllenhaal gehören, Vorsitzender ist der britische Filmemacher Mike Leigh.

Filmfestival mit Tradition

1951 von einem Offizier der US-Militärregierung ins Leben gerufen, sollte das Festival die neu erwachende Berliner Filmindustrie fördern. Als Preis wurde in Anlehnung an das Berliner Stadtwappen der Goldene Bär entwickelt, mit dem Jahr für Jahr der beste Film im Wettbewerb ausgezeichnet wird.

Seit Mitte der Fünfziger Jahre werden außerdem mehrere Silberne Bären verliehen, die den besten Darsteller, die beste Darstellerin, das beste Drehbuch und eine herausragende Leistung von Kamera, Schnitt, Musik oder Kulissendesign ehren. Eine besondere Ehre wird in diesem Jahr Meryl Streep zuteil, die mit dem Goldenen Ehrenbär für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wird und momentan als Margaret Thatcher auf der Kinoleinwand für Furore sorgt.

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